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Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache

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Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache
NameWörterbuch der deutschen Gegenwartssprache
AltWDG
LanguageDeutsch
CountryDeutschland
SubjectLexikographie, deutsche Sprache
PublisherVerlag Hermann Böhlaus Nachfolger (historisch), Institut für Deutsche Sprache (prinzipielle Nachfolger)
First1960
Media typeDruck, Mikrofilm, digitale Nachdrucke

Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache ist ein umfassendes historisch-synchronisches Nachschlagewerk zur deutschen Gegenwartssprache, das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Es entstand in einem wissenschaftlichen Umfeld, das von Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und Universitäten wie der Universität Frankfurt am Main geprägt war, und richtete sich an Linguisten, Lehrer und Redakteure. Das Werk steht in der Tradition großer deutscher Wörterbücher wie dem Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm und dem Duden, hat aber eigenständige redaktionelle Prinzipien und einen zeitdiagnostischen Anspruch.

Geschichte

Die Projektidee knüpfte an Initiativen aus der Vorkriegszeit an, die von Einrichtungen wie dem Institut für Deutsche Sprache und der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung diskutiert wurden, und wurde in der Nachkriegszeit unter dem Einfluss von Forschungsförderung durch die Bundesrepublik Deutschland realisiert. Wichtige Förderer und Partner waren Bibliotheken wie die Staatsbibliothek zu Berlin und Forschungszentren an der Universität Bonn und der Universität Leipzig. Die Redaktion stand in Verbindung mit Lexikographen, die zuvor an Projekten wie dem Brockhaus und dem Kritisches Wörterbuch der deutschen Sprache gearbeitet hatten; einzelne Mitwirkende kamen aus Instituten wie dem Max-Planck-Institut und der Universität Heidelberg. Politische und kulturelle Ereignisse wie die Wiedervereinigung Deutschlands beeinflussten die inhaltliche Ausrichtung und die Aktualisierung des Bestands an Lemmaeinträgen. Editoriale Entscheidungen wurden zudem im Kontext von Debatten um Sprachpurismus, Geisteswissenschaften und Medien wie dem Süddeutsche Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung diskutiert.

Aufbau und Umfang

Das Werk ist in mehreren Lieferungen publiziert worden; die gedruckten Bände enthalten systematisch gegliederte Lemmata mit ausführlichen semantischen Beschreibungen, typischen Beispielsätzen und bibliographischen Belegen. Konzeptionell orientierte sich die Redaktion an Vorbildern wie dem Oxford English Dictionary und dem Petit Robert, kombinierte aber korpusgestützte Dokumentation mit handschriftlichen Kartenarchiven, wie sie auch im Deutsches Wörterbuch verwendet wurden. Das Umfangsprofil deckt Alltagssprache, Fachterminologie, Eigennamen und idiomatische Wendungen ab; Quellentypen reichten von literarischen Texten aus dem Kanon (etwa Thomas Mann, Bertolt Brecht, Heinrich Heine) bis zu journalistischen Quellen wie Der Spiegel und Die Zeit. Für Fachgebiete wurden Belege aus Zeitschriftenreihen wie Archiv für Sprachforschung und Publikationen von Forschungseinrichtungen wie dem Deutsches Institut für Normung herangezogen.

Aufnahme- und Redaktionsprinzipien

Redaktionsprinzipien verbanden historisch-deskriptive und gegenwartsorientierte Kriterien: Lemmata wurden nach Häufigkeit, Vernetzung und dokumentierter Verwendung ausgewählt. Lexikographische Methoden ähnelten denen in Projekten am Collins Dictionary oder an der Académie française geführten Diskussionen, variierten aber im Blick auf regionale Varietäten wie solche, die in Medien der Deutschen Demokratischen Republik oder im Raum Österreich und Schweiz auftauchten. Die Redaktion nutzte Korpusmaterial aus Universitäten und Bibliotheken, ergänzte durch Feldforschung an Orten wie dem Rhein-Main-Gebiet oder der Stadt Leipzig und berücksichtigte sprachpolitische Diskurse, beispielsweise solche um die Rechtschreibreform von 1996, die auch Institutionen wie das Kultusministerkonferenz-Gremium beschäftigte. Orthographie, Wortbildung und Bedeutungswandel wurden dokumentarisch aufgearbeitet; Zitate und Belegnachweise wiesen auf Archive wie das der Bundeszentrale für politische Bildung.

Bedeutung und Rezeption

Das Wörterbuch wurde in Fachkreisen als Referenzwerk geschätzt und in handlungsleitenden Debatten zitiert, etwa in Publikationen der Gesellschaft für deutsche Sprache und in Stellungnahmen von Hochschulen wie der Freie Universität Berlin. Rezensionen erschienen in Fachzeitschriften wie dem Zeitschrift für Germanistische Linguistik und in Kulturteilen von Medien wie Welt oder Tagesspiegel. Kritiker aus dem Bereich der Sprachwissenschaft, darunter Vertreter von Instituten wie der Universität Konstanz und der Universität Tübingen, betonten sowohl die Reichhaltigkeit der Belegsammlung als auch zeitweise Lücken bei der Repräsentation regionaler Varietäten. Das Werk beeinflusste Lehrpläne an Pädagogischen Hochschulen, Referenznormen in Redaktionen wie bei ARD und ZDF sowie die lexikographische Methodik in international vergleichenden Untersuchungen, etwa solchen an der Universität Cambridge oder der Harvard University.

Digitale Verfügbarkeit und Nachfolgeprojekte

Mit dem Fortschritt digitaler Technologien wurden Teile des Korpus digitalisiert; Kooperationen bestanden mit Institutionen wie der Deutsche Nationalbibliothek, dem Institut für Deutsche Sprache und spezialisierten Verlagestrukturen. Projekte zur Nachnutzung führten zu Datenbanken, die von Forschungseinrichtungen an der Technische Universität Berlin und der Universität Mannheim gepflegt wurden; Nachfolgeprojekte und verwandte Initiativen umfassen korpusbasierte Wörterbücher, digitale Editionsprojekte und Plattformen, die von Einrichtungen wie dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung und dem DAT (Deutsches Textarchiv) unterstützt werden. Die Digitalisierung ermöglichte Verknüpfungen mit anderen lexikographischen Ressourcen wie dem DWDS-Portal und förderte Forschung zu Sprachwandel, die in Konsortien mit der Europäischen Kommission und Stiftungen wie der VolkswagenStiftung umgesetzt wurde.

Category:German dictionaries