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| Deutscher Rechtschreibrat | |
|---|---|
| Name | Deutscher Rechtschreibrat |
| Native name | Deutscher Rechtschreibrat |
| Formation | 20. Jahrhundert |
| Type | Normierungsorgan |
| Purpose | Rechtschreibregelung |
| Headquarters | Deutschland |
| Region served | Deutschland, Österreich, Schweiz |
| Languages | Deutsch |
Deutscher Rechtschreibrat Der Deutsche Rechtschreibrat ist ein normatives Gremium zur Festlegung und Beratung von Rechtschreibregeln im deutschen Sprachraum. Er wirkt in Zusammenhängen mit Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Gesellschaft für deutsche Sprache und dem Rat für deutsche Rechtschreibung sowie mit Bildungsverlagen, Universitäten und Medien wie der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Gremium beeinflusst Schulpraktiken in Ländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und in Nachbarstaaten wie Österreich und der Schweiz.
Die Entstehung des Gremiums steht in Zusammenhang mit Reformdiskussionen wie der Rechtschreibreform 1996 und der folgenden Korrektur 2004, wobei zahlreiche Akteure wie die Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Bundesländer, die Österreichische Bundesregierung und die Schweizer Eidgenossenschaft beteiligt waren. Frühere normierende Traditionen reichten zurück zu Institutionen wie der Duden (Bibliographisches Institut) und dem Rat für deutsche Rechtschreibung, während wissenschaftliche Impulse von der Universität Leipzig, der Universität Münster und der Humboldt-Universität zu Berlin kamen. Debatten um Reformen involvierten Persönlichkeiten wie Theodor Ickler, Wolfgang Klein, Dieter Wunderlich und Publikationen wie dem Sprachreport und der ZEIT, außerdem Verbände wie dem Philologenverband und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Zu den Kernaufgaben gehören die Formulierung, Empfehlung und Überprüfung von orthografischen Regeln in Abstimmung mit Ministerien wie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bildungsministerien der Länder und wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Max-Planck-Gesellschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Gremium berät Schulen, Verlage wie dem Langenscheidt-Verlag und dem Bertelsmann Verlag sowie Rundfunkanstalten wie dem ARD und dem ZDF; es beeinflusst Lehrpläne in Ländern wie Hessen und Sachsen und Prüfungsstandards bei Institutionen wie dem Kultusministerkonferenz. Weitere Zuständigkeiten betreffen die Herausgabe von Empfehlungen für Wörterbücher wie dem Duden (Bibliographisches Institut) oder dem Wahrig.
Die Mitgliedschaft setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Universitäten wie der Freie Universität Berlin, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Hamburg, aus Verbänden wie der Gesellschaft für deutsche Sprache, aus journalistischen Organisationen wie dem Deutschen Journalisten-Verband und aus Verlagen wie Cornelsen und Schroedel zusammen. Verwaltungsstrukturen orientieren sich an Modellen anderer Normungsinstitutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, wobei Gremiensitzungen in Städten wie Berlin, Frankfurt am Main und Leipzig stattfinden.
Arbeitsprozesse basieren auf Diskussionen in Arbeitsgruppen, Anhörungen mit Stakeholdern wie dem Deutschen Lehrerbund, der GEW und dem Bundesverband der Deutschen Industrie sowie auf Gutachten von Expertinnen und Experten aus Instituten wie dem Institut für Deutsche Sprache und der Akademie für Sprache und Dichtung. Entscheidungen werden häufig in Plenarsitzungen getroffen, konsultiert werden Parlamente der Länder sowie wissenschaftliche Kongresse wie der Deutsche Germanistenverband. Veröffentlichungen erfolgen über Mitteilungen, Empfehlungen und gemeinsame Stellungnahmen mit Institutionen wie der Kultusministerkonferenz und dem Rat für deutsche Rechtschreibung.
Kritik kam wiederholt von Akteuren wie der Presseclub Concordia, der FAZ, einzelnen Germanisten wie Peter Eisenberg und Publizisten wie Gereon Wolters, die Reformen und Entscheidungen als zu technokratisch oder zu wenig empirisch fundiert bezeichneten. Kontroversen betrafen Abstimmungsprozesse zwischen Ländern wie Baden-Württemberg und Niedersachsen, mediale Debatten in der Süddeutschen Zeitung und der Welt sowie gerichtliche Auseinandersetzungen, an denen Rechtsanwälte und Verbände wie der Verband deutscher Schriftsteller beteiligt waren. Proteste und Petitionierungen organisierten Gruppen wie die Bürgerinitiative Deutsche Sprache und einzelne Publizisten.
Die Wirkung des Gremiums zeigt sich in der Anpassung von Wörterbüchern wie dem Duden (Bibliographisches Institut), in Lehrplänen der Kultusministerkonferenz und in der Praxis von Verlagen wie Cornelsen und Schroedel. Rezeption fand statt in Medien wie der Tagesschau, der ZEIT und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie in Fachzeitschriften wie dem Muttersprache und dem Sprachreport. Internationale Resonanz erfolgte in sprachwissenschaftlichen Zentren wie der Universität Wien, der Universität Zürich und in Kooperationen mit Instituten wie dem Institut für deutsche Sprache.
Internationale Kooperationen bestehen mit Institutionen und Projekten wie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Europäischen Kommission in Bildungsfragen, der UNESCO in kulturellen Belangen und mit Universitäten wie der University of Cambridge und der Université de Genève in vergleichenden Studien. Vernetzung erfolgt zudem mit internationalen Verbänden wie der International Federation of Translators und mit Forschungsnetzwerken an der Max-Planck-Gesellschaft sowie über Konferenzen in Städten wie Paris, London und Wien.