Generated by GPT-5-mini| Deutscher Bildungsforschungskongress | |
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| Name | Deutscher Bildungsforschungskongress |
| Ort | verschiedene Veranstaltungsorte in Deutschland |
| Land | Deutschland |
| ErsterKongress | 1995 |
| Veranstalter | Deutscher Bildungsrat; Hochschulen; Forschungsinstitute |
Deutscher Bildungsforschungskongress ist eine periodisch stattfindende Konferenz für Wissenschaftler, politische Akteurinnen und Akteure, Praktikerinnen und Praktiker sowie Vertreterinnen und Vertreter von Forschungseinrichtungen. Der Kongress bringt Teilnehmende aus Universitätseinrichtungen, außeruniversitären Instituten, Ministerien und Stiftungen zusammen, um Ergebnisse aus Projekten mit Relevanz für Schul- und Hochschulwesen, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen zu präsentieren. Er dient als Plattform für Diskussionen zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Institutionen.
Der Kongress wurde in den 1990er Jahren im Kontext von Reformdebatten initiiert, nach Vorarbeiten von Akteuren wie dem Deutscher Bildungsrat, der in der Bundesrepublik Deutschland an bildungspolitischen Diskursen beteiligt war, sowie maßgeblichen Universitätsgruppen aus Humboldt-Universität zu Berlin, Freie Universität Berlin und Ludwig-Maximilians-Universität München. Frühere Ausgaben knüpften an Diskurse um PISA-Studien und Initiativen wie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an. Im Laufe der Jahre beteiligten sich Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung, das Leibniz-Zentrum für Bildung und gesellschaftliche Entwicklung und das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung; Gastorte umfassten Städte wie Berlin, Hamburg, München und Köln.
Die Trägerschaft umfasst ein Netzwerk aus Hochschulen, außeruniversitären Instituten und Stiftungen, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Stiftung Mercator, die Kulturstiftung der Länder und Landesministerien für Bildung. Wissenschaftliche Leitung und Programmkomitees werden häufig von Fakultäten für Erziehungswissenschaft an Institutionen wie der Universität Leipzig, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität zu Köln gestellt. Kooperationspartner sind unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung, Forschungsnetzwerke wie das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und internationale Partner wie die European Educational Research Association.
Zentrales Ziel ist die systematische Weiterentwicklung empirisch gestützter Erkenntnisse in Bereichen, die Schulsysteme, Hochschulwesen und berufliche Aus- und Weiterbildung betreffen. Thematische Schwerpunkte reichten von curricularer Innovation und Lehrerbildung über Ungleichheitsforschung bis zu Qualitätsicherung in Prüfungswesen; Bezüge bestanden zu Forschungsfeldern an Einrichtungen wie dem Robert-Koch-Institut (sozialepidemiologische Perspektiven), dem Institut für Bildungsentwicklung und internationalen Vergleichsstudien wie der Programme for International Student Assessment. Weitere Themen inkludierten Digitalisierung in Lernumgebungen (mit Bezug zu Akteuren wie Fraunhofer-Gesellschaft), Inklusion (Querverweise zu Aktion Mensch) und Kompetenzdiagnostik (Anknüpfung an Arbeiten des Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen).
Das Programm kombiniert Plenarvorträge durch renommierte Forschende aus Institutionen wie der Universität Oxford, der Harvard University und der University of Cambridge mit Panels, Symposien und Posterpräsentationen. Formate beinhalten Roundtables mit Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien (beispielsweise Bundesministerium für Bildung und Forschung), Workshops von Stiftungen wie der Heinrich-Böll-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung, sowie Netzwerkveranstaltungen mit europäischen Partnern wie der OECD und der European Commission. Methodische Sessions behandeln quantitative Verfahren, etwa Referenzen zu Arbeiten an der London School of Economics, sowie qualitative Zugänge aus der Tradition der University of California, Berkeley.
Adressiert werden Professorinnen und Professoren, Doktorandinnen und Doktoranden, Mitarbeitende außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Schulverwaltungen und Stiftungen. Typische Teilnehmende kommen von Institutionen wie der Technische Universität Dresden, der Universität Hamburg, dem Institut français, der Universidade de São Paulo sowie internationalen Organisationen wie der UNESCO und der Weltbank. Berufsgruppen reichen von Schulleitungen über Curriculumentwickelnde bis zu Bildungsmanagerinnen und -managern aus kommunalen Verwaltungen wie der Stadt Köln.
Ergebnisse des Kongresses fließen in Publikationen bei Verlagen wie dem Springer-Verlag, der Wiley-VCH und dem Beltz Juventa Verlag ein und beeinflussten Gutachten für Ministerien und Parlamente, darunter Beratungen im Deutschen Bundestag und in Landesparlamenten wie dem Bayerischer Landtag. Kongressbeiträge trugen zur Entwicklung standardisierter Testverfahren und bildungspolitischer Empfehlungen, die in Kooperation mit dem Statistisches Bundesamt und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung umgesetzt wurden, sowie zur Initiierung von Folgeprojekten an Einrichtungen wie dem DZHW.
Kritische Stimmen kamen aus zivilgesellschaftlichen Gruppen und Forscherinnen und Forschern, die Verknüpfungen zu Politik und Wirtschaftsinteressen etwa durch Stiftungsfinanzierung thematisierten; Organisationen wie Transparency International und Wissenschaftsorganisationen wie der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen warfen Fragen zu Interessenskonflikten auf. Methodenkritik richtete sich gegen Reliabilitäts- und Validitätsaspekte standardisierter Erhebungen, wie in Debatten mit Beteiligung der Deutsche Gesellschaft für Psychologie und der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung diskutiert. Weitere Kritikpunkte betrafen Repräsentationsfragen marginalisierter Gruppen, woraufhin Diskurse mit zivilgesellschaftlichen Akteuren wie Amnesty International und der Pro Asyl initiiert wurden.
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