Generated by GPT-5-mini| Deutsche Gesellschaft für Theaterwissenschaft | |
|---|---|
| Name | Deutsche Gesellschaft für Theaterwissenschaft |
| Native name lang | de |
| Abbreviation | DGT |
| Formation | 1969 |
| Type | wissenschaftliche Gesellschaft |
| Headquarters | Bonn |
| Region served | Deutschland |
| Language | Deutsch |
| Leader title | Vorsitzende/r |
Deutsche Gesellschaft für Theaterwissenschaft Die Deutsche Gesellschaft für Theaterwissenschaft ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich der Erforschung, Vermittlung und Förderung von Theater, Schauspiel, Regie und Inszenierung widmet. Sie vernetzt Forschende aus Universitäten wie Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Ludwig-Maximilians-Universität München und Universität zu Köln sowie Kulturinstitutionen wie dem Deutsches Theater Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Burgtheater und dem Thalia Theater. Mitglieder kommen aus Bereichen rund um Max Reinhardt, Bertolt Brecht, Georg Büchner, Friedrich Schiller und William Shakespeare-Forschung, von Projekten zu Kabarett der 1920er Jahre über Regietheater bis zu Studien zu Avantgarde-Theaterformen wie Dada und Surrealismus.
Die Gesellschaft entstand in einer Phase intensiver Debatten über Brecht-Theorie, Theaterwissenschaft und institutionelle Forschung an Universitäten wie der Universität Leipzig, der Universität Hamburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Gründungsmitglieder knüpften Kontakte zu Einrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Geschichte, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und dem Staatlichen Institut für Musikforschung. In den 1970er und 1980er Jahren kooperierte die Gesellschaft mit dem Theatermuseum München, dem Bayerisches Staatsballett, der Staatsoper Berlin und internationalen Partnern wie der Royal Shakespeare Company, dem Comédie-Française und dem Teatro alla Scala. Später folgten Projekte mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Europäischen Kommission und dem Institut für Auslandsbeziehungen.
Die Gesellschaft fördert den Austausch zwischen Forschungseinrichtungen wie der Universität Potsdam, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Universität zu Köln und Praxisinstitutionen wie dem Schauspielhaus Zürich, dem Schlosstheater Celle und dem Nationaltheater Weimar. Ziel ist die Förderung von Studien zu Themen wie Schauspielkunst bei Konrad Wachsmann, Inszenierungspraktiken bei Peter Stein, Rezeptionsgeschichte zu Gotthold Ephraim Lessing, sowie interdisziplinäre Kooperationen mit dem Deutschen Historischen Museum, dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und dem Haus der Kulturen der Welt. Die Gesellschaft unterstützt Nachwuchswissenschaftler und vernetzt Archive wie das Theatermuseum Wien, das Archiv der Akademie der Künste und Bibliotheken wie die Staatsbibliothek zu Berlin.
Die Struktur umfasst Vorstände, Sektionen und Arbeitsgruppen, die Kooperationen mit Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Kulturstiftung des Bundes und dem Kunstfonds pflegen. Mitgliedschaften kommen aus Universitäten wie der Universität Erlangen-Nürnberg, der RWTH Aachen, der Johannes Kepler Universität Linz, sowie aus Theatern wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Bochum, dem Schauspiel Leipzig und dem Theater Basel. Die Gesellschaft vergibt Stipendien in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Friedrich-Ebert-Stiftung-Netzwerk.
Regelmäßig organisierte Tagungen finden an Universitäten wie der Universität Heidelberg, der Universität Marburg, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität Münster sowie in Spielstätten wie dem Schauspielhaus Graz, dem Deutches Schauspielhaus Hamburg und dem Nationaltheater Mannheim statt. Gastvorträge brachten Expertinnen und Experten wie Hans-Thies Lehmann, Jürgen Flimm, Pina Bausch, Einar Schleef und Constanze Kurz mit Diskussionspartnern aus dem Umfeld von Arthur Miller, Tennessee Williams, Antonin Artaud und Jerzy Grotowski. Internationale Kongresse verbanden Partner wie die International Federation for Theatre Research, die Association for Theatre in Higher Education und die European Theatre Convention.
Die Gesellschaft gibt Konferenzbände, Reihen und Editionen heraus, kooperiert mit Verlagen wie Suhrkamp Verlag, De Gruyter, Campus Verlag, Wiley-Blackwell und Routledge. Schriftenreihen dokumentieren Forschung zu Autorinnen und Autoren wie Heinrich von Kleist, Samuel Beckett, Richard Wagner und Friedrich Dürrenmatt sowie Editionen zu Regiearbeiten von Luc Bondy, Robert Wilson und Peter Brook. Zusammenarbeit besteht mit Fachzeitschriften wie Theatre Journal, Modern Drama, Theatre Research International, The Drama Review und Neue Rundschau.
Projekte verknüpfen Lehrstühle an der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", der Folkwang Universität der Künste und der Universität der Künste Hamburg mit Forschungsprogrammen zu Performativität bei Judith Butler, historischen Perspektiven zu Gotthold Ephraim Lessing, Studien zu Musiktheater um Richard Strauss, sowie digitalen Editionen in Kooperation mit dem Digital Humanities Lab und dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik. Forschungsfelder reichen von Rezeptionsforschung zu Heinrich Heine über Gender-Studien zu Ellen Stewart bis zu Kulturpolitik-Analysen mit Partnern wie dem Bundesverwaltungsgericht und der Europäischen Union.
Die Gesellschaft verleiht Preise und Fördermittel in Anlehnung an Auszeichnungen wie den Gertrud-Eysoldt-Ring, den Molière-Preis, den Nestroy-Theaterpreis, den Theo-Adam-Preis und den Bayerischer Theaterpreis. Kooperationen bestehen mit Stiftungen wie der Kulturstiftung Baden-Württemberg, der Kulturstiftung der Länder und dem Amt für Kultur und Wissenschaft der Stadt Bonn sowie mit Förderprogrammen von Horizon 2020 und nationalen Preisjurys.
Category:Theaterwissenschaft Category:Wissenschaftliche Gesellschaften