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Talsperre Lehnmühle

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Article Genealogy
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Talsperre Lehnmühle
NameTalsperre Lehnmühle
LocationSachsen, Deutschland
TypeStauanlage
InflowSchwarze Pockau, Rote Pockau
OutflowPockau
OperatorZweckverband

Talsperre Lehnmühle

Die Talsperre Lehnmühle ist ein Stauwerk in Sachsen, gelegen im Einzugsgebiet der Pockau und Teil der hydrologischen Infrastruktur zwischen Erzgebirge und Vogtland. Die Anlage dient mehreren Funktionen in der Wasserwirtschaft und regionalen Entwicklung, sie steht in räumlicher Nähe zu Orten wie Marienberg (Erzgebirge), Olbernhau, Rechenberg-Bienenmühle und Verkehrsknotenpunkten wie B101 (Deutschland), Sachsen (Freistaat) und liegt innerhalb geographischer Bezüge zu Erzgebirge, Zwickauer Mulde und Elbe.

Lage und Geographie

Die Talsperre befindet sich in der Nähe von Rechenberg-Bienenmühle im Erzgebirgskreis und ist Teil des Erzgebirge/Vogtland Nature Park, südlich von Freiberg (Sachsen), östlich von Chemnitz und nordwestlich von Dresden. Ihr Einzugsgebiet umfasst Abschnitte der Flusssysteme der Pockau, die in die Freiberger Mulde und weiter in die Mulde entwässern; hydrologische Verknüpfungen bestehen zu Einzugsgebieten von Zschopau, Flöha und Schwarze Elster. In topographischer Beziehung stehen die Ufer zur Landschaft um Horni Blatna, zur Höhenzone des Erzgebirge und zur historischen Grenze des Kurfürstentums Sachsen.

Geschichte und Bau

Die Entstehung der Talsperre ist eingebettet in technische und politische Initiativen, die an Akteure wie Sächsischer Landtag und regionale Verwaltungen der Deutsche Demokratische Republik sowie später der Freistaat Sachsen anknüpfen. Planungen korrelierten mit Programmen zur Hochwasservorsorge, die in Verbindung mit Ereignissen wie den Hochwassern an der Elbe 2002 und historischen Flutereignissen des 20. Jahrhunderts standen. Bauausführungen wurden von Ingenieurbüros und Baufirmen beeinflusst, die in Traditionen großer Projekte wie dem Röhrsdorfer Stausee und dem Malter Stausee stehen; beteiligte Organisationen reichten von kommunalen Zweckverbänden bis zu technischen Hochschulen wie der Technische Universität Dresden und der Bauhaus-Universität Weimar für statische und wasserbauliche Gutachten.

Technische Merkmale

Die Anlage weist Merkmale auf, die an Konstruktionsprinzipien vergleichbarer Bauwerke wie der Talsperre Kriebstein oder der Talsperre Eibenstock erinnern: Dammkörper, Überlaufwehr, Einzugs- und Ausleitungsbauwerke sowie Sohlenabsturzsicherungen. Hydraulische Komponenten korrespondieren mit Normen, die in Richtlinien der Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. und Vorgaben der Technischen Regeln Wasserwirtschaft adaptiert sind. Messtechnik für Pegel, Durchfluss und Dammsicherheit nutzt Systeme, wie sie in modernen Anlagen der Länder der Europäischen Union eingesetzt werden, und kooperiert mit Netzwerken wie dem Deutscher Wetterdienst und Messstellen der Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Wasserwirtschaft und Nutzung

Die Nutzung umfasst Hochwasserschutz, Wasserregulierung für kommunale Versorgungen und lokale Industrie, Grundwasseranreicherung sowie Freizeitnutzung in Verbindung mit Gewässermanagementstrategien, wie sie auch bei Projekten von Wasserverband und Zweckverbänden implementiert werden. Betriebsregelungen orientieren sich an Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, an sächsischen Wassergesetzen und an Abstimmungen mit Betroffenen wie den Gemeinden Marienberg (Erzgebirge), Lengefeld und regionalen Industriepartnern. Abstaupolitiken sind abgestimmt auf Prognosen des Deutschen Wetterdienst und Katastrophenschutzpläne, wie sie auch bei Koordinationen mit dem Landkreis Erzgebirgskreis relevant sind.

Umwelt und Ökologie

Ökologische Aspekte betreffen Lebensräume für Arten, deren Schutz in Korrelationen zu Schutzgebieten wie dem Natura 2000-Netzwerk und regionalen Naturschutzgebieten steht; relevante Akteure sind das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Sachsen), lokale Naturschutzverbände sowie Forschungseinrichtungen wie die Universität Leipzig und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Die Gewässerqualität und Biodiversität werden in Analysen verglichen mit Monitoring-Programmen anderer Stauanlagen wie Rabenstein und Maßnahmen zur Wiederansiedlung von Fischarten, die in Programmen von BUND und NABU typischerweise diskutiert werden. Maßnahmen zur Renaturierung entlang der Uferzone orientieren sich an Vorgaben der Bundesnaturschutzgesetz-Rahmen und an Projekten der Europäischen Union zur Habitatverbesserung.

Freizeit und Tourismus

Die Region ist eingebettet in touristische Netze, die Orte wie Seiffen, Annaberg-Buchholz, Glashütte und Bärenstein verbinden; Angebote reichen von Wandern auf Strecken des Erzgebirgsweg-Netzes über Fahrradrouten des EuroVelo-Netzes bis zu Freizeitfischerei und Bootsnutzung entlang vergleichbarer Stauseen wie Talsperre Cranzahl. Infrastruktur wird koordiniert von kommunalen Touristinformationen, der Sächsischen Schweiz-Region und regionalen Veranstaltern; Events und Bildungsangebote stehen in Austausch mit Museen und Institutionen wie dem Bergbaumuseum Freiberg und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Verwaltung und Rechtlicher Status

Träger und Betreiber sind kommunale Zweckverbände und Dienststellen des Freistaates Sachsen, ergänzt durch extern beauftragte Ingenieurbüros und Betreiberverträge, analog zu Regelungen bei anderen sächsischen Talsperren wie Talsperre Eibenstock. Rechtlich ist die Anlage eingebettet in Landesrecht, kommunale Satzungen und EU-Vorgaben wie der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie in Abstimmungen mit Behörden wie dem Landratsamt Erzgebirgskreis und dem Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Sicherheits- und Prüfpflichten richten sich nach Normen der DIN-Reihe und Prüfzyklen, die auch bei Großprojekten in Deutschland angewandt werden.

Category:Stauseen in Sachsen Category:Erzgebirge