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| Sächsische Landesvermessung | |
|---|---|
| Name | Sächsische Landesvermessung |
| Native name | Sächsische Landesvermessung |
| Formation | 19th century |
| Headquarters | Dresden |
| Jurisdiction | Free State of Saxony |
Sächsische Landesvermessung Die Sächsische Landesvermessung ist die staatliche Vermessungs- und Kartierungsinstitution des Freistaates Sachsen mit Sitz in Dresden, die historische und aktuelle Liegenschafts-, Topographie- und Geodaten bereitstellt. Sie arbeitet eng mit Behörden wie dem Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, dem Landesvermessungsamt, dem Katasteramt und Forschungseinrichtungen wie der Technische Universität Dresden zusammen. Ihre Arbeit berührt Institutionen und Orte wie den Königlichen Hof, die Dresdner Kunstakademie, die Semperoper und das Schloss Moritzburg in historischen Kontexten.
Die Geschichte reicht von vermessungstechnischen Aktivitäten in kursächsischen Zeiten über preußische und sächsische Verwaltungsreformen bis zur modernen Landesvermessung nach dem Zweiten Weltkrieg; bedeutsame Stationen umfassen Verbindungen zu Persönlichkeiten wie Carl Friedrich Gauß, Friedrich Wilhelm Bessel und Johann Georg Repsold sowie Institutionen wie dem Royal Greenwich Observatory, dem Observatoire de Paris und der Königlich-Sächsische Akademie der Wissenschaften. Kartenwerke und Kataster entwickelten sich parallel zu Projekten wie der Topographischen Karte von Sachsen, dem Trigonometriestützpunkt-Netz und triangulatorischen Messungen ähnlich denen von Friedrich von Müffling oder Heinrich von Wild. Bedeutende historische Karten, die in Archiven lagern, stehen im Kontext mit Sammlungen wie dem Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, dem Sächsischen Landesarchiv, dem Stadtmuseum Dresden und dem Deutschen Historischen Museum.
Zu den zentralen Aufgaben zählen Führung des Liegenschaftskatasters, Erstellung topographischer Karten, Versorgung mit Geobasisdaten sowie Geodäsie und Geoinformation; Verantwortlichkeiten werden mit Behörden wie dem Landkreis Leipzig, der Stadt Chemnitz, dem Landkreis Görlitz und dem Landkreis Zwickau koordiniert. Weitere Zuständigkeiten betreffen Zusammenarbeit mit Behörden wie dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement und dem Sächsischen Staatsministerium des Innern.
Die Methoden umfassen klassische Triangulation, Nivellement, Tachymetrie, satellitengestützte GNSS/RTK-Messungen sowie terrestrische und mobile Laserscanning-Systeme; Instrumente und Technologien sind verwandt mit Apparaten von Herstellern wie Leica Geosystems, Trimble Navigation, Topcon, und Einrichtungen wie dem Europäische Weltraumorganisation-gestützten GNSS-Netz, dem International Association of Geodesy-Netzwerk und dem Global Positioning System. Historische Instrumente in Sammlungen verknüpfen die Landesvermessung mit Persönlichkeiten wie Friedrich Georg Wilhelm Struve, dem Struve-Geodätischen-Bogen, dem Repsold-Sextanten und Messmethoden, die in Lehranstalten wie der Bauakademie Berlin und der Königlich-Sächsischen Baugewerkschule genutzt wurden.
Produkte umfassen digitale Orthophotos, Flurstücke, Liegenschaftsbücher, das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS), Topographische Karten (TK25, TK50), das Digitale Geländemodell (DGM) sowie thematische Karten zu Bodennutzung, Gewässern und Infrastruktur; diese Werke werden in Datenportalen ähnlich jenen des GeoSN und interoperabel mit Normen der Open Geospatial Consortium-Anwendungen bereitgestellt. Historische Kartenbestände stehen im Kontext mit Werken wie der Meßtischblattkarte, der Generalkarte von Sachsen und Archivbeständen im Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut, in enger Beziehung zu Museen wie dem Sächsischen Landesmuseum für Archäologie.
Die interne Organisation gliedert sich in Fachbereiche für Vermessung, Kartografie, Geoinformation, IT und Kundenservice; Verwaltungsstrukturen orientieren sich an Vorbildern wie dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, dem Landesbetrieb Straßenbau Sachsen und kommunalen Vermessungsämtern in Städten wie Dresden, Leipzig und Chemnitz. Leitungspersonen arbeiten mit Gremien und Ausschüssen, die auch Vertreter von Industrie- und Handelskammer Dresden, der Handwerkskammer Dresden und Forschungsstellen an der Universität Leipzig einschließen.
Rechtliche Grundlagen ergeben sich aus Landesgesetzen, Verordnungen und technischen Normen wie dem Liegenschaftskatasterrecht, kantonalen Entsprechungen in anderen Ländern, sowie Normen der International Organization for Standardization, des Deutschen Instituts für Normung und europäischen Richtlinien; Zuständigkeiten werden durch Gesetze des Sächsischen Landtages und Verfügungen des Sächsischen Staatsministeriums des Innern geregelt. Weitere normative Bezüge bestehen zu Verträgen und Standards der European Spatial Data Research-Community und zu Regelwerken des Bundesverwaltungsgerichts in kartographischen Streitfragen.
Aktuelle Projekte umfassen Digitalisierung von Katasterunterlagen, Aufbau nationaler Geodateninfrastrukturen, Ausbau von 3D-Stadtmodellen, Modernisierung der GNSS-Referenznetze, Integration von Drohnenbefliegungen und LiDAR-Erhebungen; Kooperationen bestehen mit Forschungspartnern wie der Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft-geförderten Projekte sowie Industriepartnern wie SAP und Bosch. Initiativen zur Open-Data-Bereitstellung sind verbunden mit Portalen und Programmen ähnlich dem INSPIRE-Programm, interoperablen Diensten nach OGC-Standards und internationalen Kooperationen mit Institutionen wie dem European Environment Agency.
Category:Geodäsie