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Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Erinnerungsorte

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Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Erinnerungsorte
NameStiftung Hamburger Gedenkstätten und Erinnerungsorte
Established2006
LocationHamburg, Germany
TypeStiftung

Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Erinnerungsorte is a public foundation based in Hamburg dedicated to preserving, researching, and presenting sites of memory related to National Socialism, forced labor, persecution, and resistance. It links historical locations, museums, and memorials across Hamburg and cooperates with national and international institutions to promote remembrance, education, and scholarly study. The foundation engages with survivors, historians, and cultural organizations to maintain monuments, curate exhibitions, and support publications.

Geschichte und Gründung

Die Stiftung wurde 2006 im Kontext von Debatten um Erinnerungskultur in Deutschland gegründet und steht in Verbindung zu Akteuren wie der Hamburgische Bürgerschaft, der Behörde für Kultur und Medien (Hamburg), der Bundesrepublik Deutschland-Förderpolitik und Initiativen aus der Zivilgesellschaft. Vorgängerprojekte reichten von Initiativen der Stolpersteine-Bewegung über lokale Initiativen zur Gedenkstätte Neuengamme bis zu Bestrebungen von Überlebenden aus den Lagern wie Auschwitz-Birkenau Memorial and Museum-Partnern. Die Gründung folgte Debatten um Denkmalkonzepte, die bereits in Kontroversen zu Orten wie Gedenkstätte Buchenwald, Gedenkstätte Sachsenhausen und Topographie des Terrors geführt hatten.

Aufgaben und Zweck

Die Stiftung hat den Auftrag, Erinnerungsorte zu erhalten, Erinnerungsarbeit zu koordinieren und Bildungsangebote zu fördern; ihre Arbeit berührt Akteure wie die Deutsche UNESCO-Kommission, das Institut für Zeitgeschichte, die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und lokale Träger wie die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Zu den Zwecken gehören die Dokumentation von Zwangsarbeiterschicksalen mit Verknüpfungen zu Institutionen wie dem International Tracing Service, die Vermittlung von Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus, deren Biografien in Verbindung zu Persönlichkeiten wie Walter Benjamin, Hannah Arendt, Rosa Luxemburg oder Opfern lokaler Verfolgung stehen. Die Stiftung unterstützt zudem Gedenkprojekte, Mahnmale und Erinnerungsorte, die mit internationalen Partnern wie dem United States Holocaust Memorial Museum und der Yad Vashem-Organisation kooperieren.

Struktur und Trägerschaft

Die Stiftung ist getragen von der Freien und Hansestadt Hamburg in Zusammenarbeit mit kommunalen Behörden wie der Behörde für Inneres und Sport (Hamburg) und Bildungsträgern wie der Universität Hamburg und der Helmut-Schmidt-Universität. Gremien umfassen einen Stiftungsrat mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die Beziehungen zu Einrichtungen wie der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Deutsches Historisches Museum und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand pflegen. Operativ arbeitet die Stiftung mit lokalen Museen wie dem Museum für Hamburgische Geschichte, NGOs wie der Amnesty International-Sektion Hamburg sowie internationalen Netzwerken wie dem International Holocaust Remembrance Alliance.

Einrichtungen und Gedenkstätten

Unter dem Dach der Stiftung stehen oder kooperieren Gedenkorte und Einrichtungen wie die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, das Holocaust-Mahnmal-bezogene Bildungszentrum, lokale Erinnerungsorte an die NS-Verfolgung, sowie Initiativen zur Erinnerung an Sinti und Roma, die mit Institutionen wie dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma vernetzt sind. Weitere Kooperationen bestehen zu Museen und Erinnerungsorten wie dem Museum of Jewish Heritage, dem Anne Frank Zentrum, der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und regionalen Projekten, die sich mit Zwangsarbeit, Deportationen und Widerstand auseinandersetzen. Die Stiftung unterstützt auch Gedenktafeln, digitale Archive und Ausstellungen, die in Partnerschaft mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum oder dem Jüdischen Museum Berlin realisiert werden.

Bildungs- und Veranstaltungsarbeit

Die Bildungsarbeit umfasst Programme für Schulen, Lehrerfortbildungen und öffentliche Vorträge in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Friedrich-Ebert-Stiftung-Bildungsbereich und lokalen Bildungsträgern. Veranstaltungen reichen von Gedenkveranstaltungen am 9. November über thematische Reihen zu Zwangsarbeit in Verbindung mit dem Allied occupation-Kontext bis zu Jubiläen wie dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar). Fachgespräche und Workshops werden mit Expertinnen und Experten aus Institutionen wie der Max-Planck-Gesellschaft, dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung und der Stiftung Topographie des Terrors organisiert.

Forschung und Publikationen

Die Stiftung fördert Forschung zu lokalen und transnationalen Aspekten der NS-Verfolgung und kooperiert mit Forschungseinrichtungen wie der Geschichtswerkstatt, dem Centre for Contemporary History (ZfG) und Universitäten wie der Freie Universität Berlin und der Technische Universität Hamburg. Publikationen erscheinen in Zusammenarbeit mit Verlagen und Institutionen wie dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, dem Metropol Verlag, dem Wallstein Verlag sowie in Reihen der Deutsche Vierteljahrschrift für Zeitgeschichte und des Journal of Holocaust Research. Themen umfassen Oral History-Projekte, Archivrecherchen in Sammlungen wie dem International Tracing Service und transnationale Studien mit Partnern wie dem European Holocaust Research Infrastructure.

Finanzierung und Kooperationen

Die Finanzierung erfolgt durch städtische Mittel der Freien und Hansestadt Hamburg, Förderprogramme des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Projektförderungen der Kulturstiftung der Länder sowie Zuwendungen von Stiftungen wie der Körber-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung. Zusätzlich kooperiert die Stiftung mit internationalen Geldgebern und Netzwerken wie der European Union-Förderprogrammen, dem German Marshall Fund und Nichtregierungsorganisationen wie der International Memorial-Organisation, um Restaurierungen, Ausstellungen und Forschungsprojekte zu realisieren.

Category:Stiftungen in Hamburg Category:Gedenkstätten in Deutschland