Generated by GPT-5-mini| Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten | |
|---|---|
| Name | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten |
| Native name | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten |
| Formation | 1991 |
| Type | Stiftung |
| Headquarters | Potsdam |
| Region served | Brandenburg |
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist eine öffentliche Stiftung des Landes Brandenburg, die historische Erinnerungsstätten betreibt und die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, dem Zweiten Weltkrieg, der DDR-Zeit und politischen Verfolgungen organisiert. Sie betreut eine Reihe von ehemaligen Konzentrationslager-, Haft-, Zwangsarbeiter- und Gedenkortstätten und kooperiert mit Institutionen wie dem Bundesarchiv, dem Deutschen Historischen Museum, der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Die Stiftung arbeitet eng mit europäischen Partnern wie der European Holocaust Research Infrastructure, dem Yad Vashem sowie Museen und Gedenkstätten in Polen, Israel und Russland zusammen.
Die Stiftung wurde nach der Wiedervereinigung in den frühen 1990er Jahren gegründet, in zeitlicher Nähe zu Institutionen wie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Neugestaltung von Standorten wie dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und der Gedenkstätte Buchenwald. Ihre Gründung folgte Debatten über den Umgang mit Orten wie dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen und der Umwidmung von Denkmälern, an denen Akteure wie die Landesregierung Brandenburg und das Deutsche Historische Museum beteiligt waren. In den Folgejahren bündelte die Stiftung Bestände und Einrichtungen, kooperierte mit dem Landesamt für Denkmalpflege und reagierte auf europäische Initiativen wie der European Holocaust Remembrance Day.
Die Stiftung hat den gesetzlichen Auftrag, Erinnerungs- und Gedenkstätten in Brandenburg zu betreiben, zu erhalten und wissenschaftlich zu betreuen; dies umfasst Standorte wie ehemalige Lager, Hinrichtungsorte und Haftanstalten. Zu ihren Zuständigkeiten gehören konservatorische Maßnahmen in Kooperation mit dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, die Vermittlung historischer Bildung gemeinsam mit Schulen wie dem Humboldt-Gymnasium Potsdam und die Beratung von Kommunen wie Oranienburg und Sachsenhausen (Oranienburg). Sie koordiniert Projekte mit Partnern wie dem Institut für Zeitgeschichte, der Technischen Universität Berlin und der Freie Universität Berlin sowie internationalen Organisationen wie der UNESCO bei Fragen des Welterbe-Status.
Unter ihrem Dach befinden sich mehrere Gedenkstätten und Museen, darunter Gedenkorte, die an Opfer des Nationalsozialismus, der NS-Zwangsarbeit und der SED-Haft erinnern. Beispiele sind Erinnerungsorte ähnlich dem Konzentrationslager Sachsenhausen, Ensembleorte vergleichbar mit der Gedenkstätte Ravensbrück und spezialisierte Einrichtungen wie Archive im Stil des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Die Stiftung verwaltet Sammlungen, Objekte und Gebäude, die mit Personen wie Anne Frank, Sophie Scholl, Dietrich Bonhoeffer und Rosa Luxemburg in Verbindung gebracht werden, sowie Dokumente zu Organisationen wie der Wehrmacht, der SS und der Gestapo. Sie betreibt Ausstellungskonzepte, die Bezüge zu Ereignissen wie dem Novemberpogrome 1938, der Wannseekonferenz und dem Befreiungskampf der Roten Armee herstellen.
Die Stiftung entwickelt Bildungsprogramme für Schulklassen, Lehrkräfte und die Öffentlichkeit in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Goethe-Institut und der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie bietet Workshops zu Themen, die mit Persönlichkeiten wie Hannah Arendt, Aleksandr Solzhenitsyn und Primo Levi verbunden sind, sowie Zeitzeugengespräche mit Überlebenden von Lagern, Angehörigen von Verfolgten und Forschern aus Einrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Geschichte und dem Institut für Zeitgeschichte München. Vermittlungsformate integrieren digitale Projekte nach Vorbild des European Holocaust Research Infrastructure-Netzwerks und Kooperationen mit Universitäten wie der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die Stiftung fördert und veröffentlicht Forschung zu regionalen und transnationalen Aspekten von Terror, Verfolgung und Widerstand. Sie gibt Sammelbände, Monographien und Ausstellungskataloge heraus, die mit Reihen vergleichbar denen des Verlages Vandenhoeck & Ruprecht und des Metropol Verlags konkurrieren, und arbeitet mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Institut für Zeitgeschichte, der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Deutschen Historischen Institut zusammen. Thematische Schwerpunkte umfassen Studien zu Personen wie Wilhelm Canaris und Heinrich Himmler, Ereignissen wie der Operation Reinhard und Institutionen wie dem Reichssicherheitshauptamt. Die Publikationen erscheinen in Kooperation mit Bibliotheken wie der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Landesarchiv Brandenburg.
Die Stiftung ist als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert und wird durch Zuwendungen des Landes Brandenburg sowie projektbezogene Mittel aus Programmen der Europäischen Union und Förderungen der Kulturstiftung der Länder finanziert. Weitere Finanzierungsquellen sind Stiftungsmittel, Spenden von Organisationen wie der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und Kooperationen mit kommunalen Trägern wie den Städten Potsdam und Frankfurt (Oder). Sie unterhält einen Vorstand und ein Kuratorium mit Vertretern aus Parteien wie der SPD, der CDU und Bündnissen wie den Grünen, sowie Fachbeiräten aus der Wissenschaft, darunter Mitglieder von Universitäten wie der Technischen Universität Dresden und Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik.
Category:Museen in Brandenburg Category:Gedenkstätten der NS-Zeit