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Stadtdenkmalpflege Stuttgart

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Stadtdenkmalpflege Stuttgart
NameStadtdenkmalpflege Stuttgart
Typekommunale Denkmalpflege
LocationStuttgart, Baden-Württemberg
Established19xx
ParentLandeshauptstadt Stuttgart

Stadtdenkmalpflege Stuttgart Die Stadtdenkmalpflege Stuttgart ist die kommunale Fachstelle für den Schutz, die Erforschung und die Vermittlung von Bau- und Kunstdenkmalen in der Stadt Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg. Sie betreut historische Ensembles, Einzeldenkmale und archäologische Befunde in enger Abstimmung mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen wie dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der UNESCO-geförderten Welterbestätten. Die Behörde koordiniert Eingriffe an Bauwerken wie dem Neues Schloss (Stuttgart), der Stuttgarter Markthalle und der Stiftskirche (Stuttgart) sowie an Industrie-, Wohn- und Verkehrsdenkmalen.

Geschichte

Die historische Entwicklung der Stadtdenkmalpflege Stuttgart ist verknüpft mit stadtpolitischen Entscheidungen zu Wilhelm II. (König von Württemberg), der Gründerzeit, den Folgen des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegsstadtplanung. Frühformen kommunaler Denkmalpflege lassen sich an Initiativen zur Rettung von Bauwerken wie dem Alten Schloss (Stuttgart) und der Beteiligung von Institutionen wie der Stuttgarter Zeitung und dem Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz in Württemberg erkennen. In der Nachkriegszeit spielten Akteure wie das Landesdenkmalamt und Vertreter der Deutschen UNESCO-Kommission eine Rolle bei Wiederaufbau- und Sicherungsprogrammen. In jüngerer Zeit beeinflussten Debatten um Projekte wie den Stuttgart 21-Umbau, die Arbeit des Bund Deutscher Architekten und Entscheidungen des Stuttgarter Gemeinderat die strategische Ausrichtung der Denkmalpflege.

Aufgaben und Zuständigkeiten

Die Aufgaben umfassen Bestandsaufnahme, Pflege, Beratung, Genehmigung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zu Denkmalen wie dem Wagenhallen (Stuttgart), dem Killesbergpark, der Pragfriedhof-Gestaltung und Industriebauten an der Böblinger Straße. Zuständigkeiten werden in Kooperation mit dem Landesdenkmalrat, dem Landtag von Baden-Württemberg und städtischen Ämtern wie dem Baurechtsamt Stuttgart ausgeübt. Die Behörde erstellt Gutachten für Eigentümer, wirkt bei Sanierungen an Ensembles wie der Eberhardstraße mit und berät bei Planungsverfahren in Kontexten wie dem Denkmalschutzgesetz (Baden-Württemberg). Außerdem koordiniert sie archäologische Maßnahmen mit dem Ursprungsamt und wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Universität Stuttgart und dem Deutschen Archäologischen Institut.

Organisation und Leitung

Die Organisation ist in Fachbereiche für Bau-, Bodendenkmalpflege und Kunst-, Kulturdenkmale gegliedert; Leitungspersonen arbeiten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Institutionen wie dem Stadtplanungsamt Stuttgart, dem Stadtmuseum Stuttgart, dem Landesmuseum Württemberg und dem Regionalverband Stuttgart zusammen. Leitende Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger kooperieren mit Expertinnen und Experten aus dem Bundesdenkmalamt, dem Denkmalpflegeverband und dem Institut für Denkmalpflege sowie mit internationalen Partnern wie dem ICOMOS. Die Verwaltung ist dem Bürgermeisteramt bzw. einer Fachdezernentin zugeordnet; Entscheidungen werden im Rahmen städtischer Beschlussgremien wie dem Finanzausschuss (Stuttgart) und dem Ausschuss für Bildung und Kultur (Stuttgart) getroffen.

Denkmalpflegepraxis und Projekte

Typische Praxisfelder sind Konservierung, Restaurierung, wissenschaftliche Dokumentation und adaptive Wiedernutzung bei Projekten wie der Sanierung des Weißenhofsiedlung-Bestandes, der Restaurierung der Grabkapelle auf dem Württemberg und Erhaltungsmaßnahmen an der Wilhelma (Stuttgart). Projekte werden oft in Partnerschaft mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, dem Projektbüro Stuttgart 21, privaten Bauherren sowie Stiftungen wie der Kulturstiftung des Bundes umgesetzt. Techniken reichen von dendrochronologischen Untersuchungen durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege-vergleichsteam bis zu Bauforschung in Kooperation mit dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz. Pilotprojekte betreffen die digitale Erfassung mittels 3D-Laserscanning in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Hochschule für Technik Stuttgart.

Zusammenarbeit und Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Stuttgart, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, dem VHS Stuttgart-Programm, dem Denkmaltag sowie lokalen Initiativen wie dem Bürgerverein Stuttgart-West und dem Netzwerk Stadtkultur. Bürgerbeteiligung wird bei Planungen zu Quartiersentwicklungen wie dem Milaneo-Areal, Wohnbauprojekten und Grünflächenerhalt organisiert; Dialogformate umfassen Ausstellungen, Vorträge und Workshops mit Partnern wie dem Diözesanmuseum Rottenburg-Stuttgart, dem Bund Heimat und Umwelt und dem Deutschen Werkbund. Bildungsangebote richten sich an Schulen in Trägerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart und an Forschungsprojekte mit der Universität Hohenheim.

Rechtliche Grundlagen und Denkmallisten

Die Rechtsgrundlagen bilden das Denkmalschutzgesetz (Baden-Württemberg), kommunale Satzungen der Landeshauptstadt Stuttgart sowie Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes in Schnittstellenfällen. Offizielle Denkmallisten enthalten Einträge zu Bau- und Bodendenkmalen wie dem Alten Schloss, dem Hauptbahnhof (Stuttgart), historischen Wohnbauten in Degerloch und Industrieanlagen entlang des Neckar (Fluss). Änderungsverfahren und Unterschutzstellungen erfolgen in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und Beschlüssen des Stadtrat Stuttgart.

Auszeichnungen und Publikationen

Die Stadtdenkmalpflege ist beteiligt an Bewerbungen und Vergaben von Preisen wie dem Deutschen Preis für Denkmalschutz, dem Europa Nostra Award-Nominationen und kommunalen Ehrungen durch die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie veröffentlicht Fachbroschüren, Denkmalpflegeberichte und Kataloge in Kooperation mit Verlagen und Institutionen wie dem Württembergischen Kunstverein, der Stuttgarter Zeitung-Wissenschaftsredaktion und akademischen Reihen der Universität Stuttgart. Veröffentlichungen dokumentieren Projekte an Orten wie dem Königstraße (Stuttgart), der Stuttgarter Oper und der Rosensteinpark-Region.

Category:Denkmalschutz in Deutschland Category:Kultur (Stuttgart)