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Stadtbibliothek Tübingen

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Stadtbibliothek Tübingen
NameStadtbibliothek Tübingen
Native name langde
CountryDeutschland
LocationTübingen, Baden-Württemberg
Established19. Jahrhundert
Collection sizeüber 300.000 Medien
DirectorOberbürgermeister / Kulturamt
WebsiteStadtverwaltung Tübingen

Stadtbibliothek Tübingen

Die Stadtbibliothek Tübingen ist die öffentliche Bibliothek der Universitätsstadt Tübingen und dient als kommunale Kultur- und Informationsstätte mit stadt- und regionenbezogenem Schwerpunkt sowie überregionalen Beständen. Sie verknüpft lokale Traditionen mit Forschungseinrichtungen der Region und pflegt Kooperationen mit Museen, Theatern, Schulen und Universitäten in Baden-Württemberg und darüber hinaus. Träger sind kommunale Gremien, die in engem Kontakt mit Landesministerien, Stiftungen und Fördervereinen stehen.

Geschichte

Die Geschichte der Bibliothek ist eingebettet in die Traditionen von Tübingen, Stuttgart, Freiburg, Heidelberg, München, Berlin und Frankfurt, wobei Einflüsse aus der Frühen Neuzeit, dem 19. Jahrhundert, der Weimarer Republik, der Bundesrepublik und der Europäischen Union erkennbar sind. Gründungsphasen stehen in Verbindung mit Persönlichkeiten wie Friedrich Hölderlin, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Ferdinand Christian Baur, Ulrich Zasius und Johannes Kepler sowie Institutionen wie der Eberhard Karls Universität Tübingen, dem Herzogtum Württemberg, der Reichsregierung und dem Kulturministerium Baden-Württemberg. Historische Ereignisse wie die Reformation, der Dreißigjährige Krieg, die Französische Revolution, die Novemberrevolution und die Deutsche Wiedervereinigung beeinflussten Sammlungsentwicklung, Förderpolitik und Stiftungen. Transfer und Provenienz von Beständen erfolgten über Netzwerke mit dem Deutschen Bibliotheksverband, dem Bibliotheksdienst, dem Goethe-Institut, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und internationalen Partnern wie der British Library, der Bibliothèque nationale de France, der Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze und der Library of Congress.

Gebäude und Standorte

Die Bibliothek ist räumlich verknüpft mit historischen und modernen Gebäuden in der Altstadt von Tübingen, die architektonische Beziehungen zu Bauwerken in Stuttgart, Ulm, Konstanz, Ravensburg, Ludwigsburg, Karlsruhe und Mannheim aufweisen. Standorte umfassen zentrale Ausleihstellen, Zweigstellen und Magazinflächen, die mit Planungen vergleichbar zu städtischen Modernisierungen in Dresden, Leipzig, Bonn, Köln, Hamburg und Bremen koordiniert sind. Bauprojekte wurden beeinflusst von Denkmalpflegebehörden, dem Landesamt für Denkmalpflege, Architekturbüros aus München und Berlin sowie Förderprogrammen der Europäischen Kommission, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Landesregierung und privaten Stiftungen wie der Kulturstiftung der Länder. Standortwahl orientiert sich an Verkehrsknoten wie dem Hauptbahnhof Tübingen, dem ÖPNV, Radwegen sowie städtischen Quartieren nahe dem Marktplatz, dem Neckar, dem Schloss Hohentübingen und dem Hölderlinturm.

Sammlung und Bestände

Die Sammlung umfasst Belletristik, Sachliteratur, Kinder- und Jugendmedien, audiovisuelle Medien, Zeitungen, Zeitschriften, Karten, Handschriften, Inkunabeln und regionale Dokumentationen mit Schwerpunkten, die in Beziehung stehen zu den Sammlungen der Universitätsbibliothek Tübingen, der Württembergischen Landesbibliothek, der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Zentralinstitut für Seefahrt, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und dem Archiv der Akademie der Künste. Bestandsformen und Erwerbungswege sind vergleichbar mit Verfahren an der Bibliothèque nationale de France, den Nationalbibliotheken von Russland, Polen und Spanien sowie Spezialbeständen aus Nachlässen von Autoren wie Hölderlin, Novalis, Schelling, Hegel, Schiller, Goethe, Nietzsche, Lessing und Klopstock. Spezielle Sammlungen integrieren Materialien zu Regionalgeschichte, zur Neckarlandschaft, zur Reformationsgeschichte, zur schwäbischen Mundart, zu Stadtplänen, zu Fotografien und zu Denkmälern, ergänzt durch Medien von Verlagen wie Suhrkamp, C.H. Beck, Reclam, Rowohlt, Hanser und Klett.

Dienstleistungen und Angebote

Die Bibliothek bietet Ausleihe, Fernleihe, digitale Bibliothek, E-Books, E-Journals, Onleihe, Datenbanken, Leseförderung, Medienpädagogik, Rechercheberatung, Arbeitsplätze, WLAN, Makerspace-Ausstattung und Barrierefreiheit. Kooperationen bestehen mit Institutionen wie dem Deutschen Bibliotheksverband, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Kultusministerkonferenz, dem Goethe-Institut, der Volkshochschule Tübingen, der Stadtverwaltung Tübingen, der Landesbibliothek Stuttgart, der Technischen Universität München, der Humboldt-Universität zu Berlin und internationalen Konsortien. Angebote umfassen Programme für Kinder, Jugendliche, Senioren, Migrantinnen und Migranten, Studierende und Forschende, sowie spezielle Services in Zusammenarbeit mit Museen wie dem Stadtmuseum Tübingen, dem Landesmuseum Württemberg, dem Linden-Museum, dem Kunstmuseum Stuttgart und Theatern wie dem Landestheater Tübingen.

Organisation und Verwaltung

Die Verwaltung folgt kommunalen Strukturen mit Zuständigkeiten, die mit Oberbürgermeister, Kulturamt, Kulturausschuss, Stadtrat, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Landesregierung Baden-Württemberg, Bezirksämtern und Fördervereinen koordiniert werden. Interne Abteilungen orientieren sich an Standards des International Federation of Library Associations and Institutions, des Deutschen Bibliotheksverbands, des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Bibliotheksnormen der ISO. Personalentwicklung, Fortbildung und Ehrenamtsarbeit erfolgen in Kooperation mit Gewerkschaften, dem Deutschen Bildungsserver, dem Institut für Bibliothekswissenschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, dem Max-Planck-Institut, dem Fraunhofer-Institut sowie Stiftungen wie der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Mercator.

Veranstaltungen und Bildungspartnerschaften

Regelmäßige Veranstaltungen verbinden Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Filmreihen und Diskussionsrunden mit Partnern wie der Universität Tübingen, dem Eberhard Karls Universität, dem Literaturhaus Stuttgart, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Akademie der Bildenden Künste, dem Kunsthalle Tübingen, der Bürgerstiftung, dem Rotary Club, dem Lions Club, der Ledigenheimstiftung und kulturellen Festivals in Baden-Württemberg. Bildungspartnerschaften bestehen mit Schulen wie dem Kepler-Gymnasium, dem Wildermuth-Gymnasium, dem Uhland-Gymnasium, der Berufsschule und der Musikschule Tübingen sowie mit Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, dem MPI für Entwicklungsbiologie, dem Fraunhofer-Institut, der Bosch-Gruppe und regionalen Wirtschaftsverbänden.

Benutzer und Zugangsvoraussetzungen

Nutzende aus Tübingen, Reutlingen, Stuttgart, Esslingen, Böblingen, Herrenberg, Rottenburg, Heilbronn, Ulm, Konstanz, Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und internationalen Gästen können Medien ausleihen, Lesesäle nutzen, Online-Angebote abrufen und an Veranstaltungen teilnehmen. Anmeldung erfolgt über Personalausweis, Studierendenausweis der Universität Tübingen, Berechtigungsscheine, Firmenmitgliedschaften und Sonderausweise für Forschende, Journalistinnen und Journalisten oder Mitarbeitende von Behörden wie dem Landratsamt, dem Regierungspräsidium, dem Auswärtigen Amt, der Europäischen Kommission und internationalen Delegationen. Gebührenregelungen orientieren sich an kommunalen Beschlüssen, Landesverordnungen, Förderrichtlinien und Kooperationsverträgen mit Bibliotheksverbünden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Category:Bibliotheken in Deutschland Category:Kultur (Tübingen)