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| Südtiroler Künstlerbund | |
|---|---|
| Name | Südtiroler Künstlerbund |
| Native name | Südtiroler Künstlerbund |
| Formation | 20. Jahrhundert |
| Type | Berufsverband |
| Location | Südtirol, Italien |
| Headquarters | Bozen |
| Region served | Südtirol, Trentino-Alto Adige |
Südtiroler Künstlerbund ist ein Berufsverband bildender Künstler in Südtirol mit Sitz in Bozen. Der Verband fördert zeitgenössische Malerei, Bildhauerei, Grafik und Medienkunst sowie die Vernetzung mit Institutionen wie dem Museion, der Kunstuniversität Linz, der Accademia di Belle Arti di Venezia und dem Kunstverein München. Er pflegt Verbindungen zu Kulturträgern wie der Autonome Provinz Bozen – Südtirol, der EURAC Research, der La Biennale di Venezia und der European Cultural Foundation.
Der Verband entstand im 20. Jahrhundert in einem Kontext, der von Akteuren wie Toni Zobl, Franz Fuchs und Einflüssen der Tiroler Volkskunst sowie internationalen Bewegungen wie dem Expressionismus, Surrealismus und Fluxus geprägt war. In den 1960er und 1970er Jahren kooperierte der Verband mit Galerien wie der Galleria Civica di Bolzano, dem Kestner-Gesellschaft Hannover und Institutionen wie dem Italienischen Kulturinstitut Paris und der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Wichtige Ereignisse in der Geschichte des Verbandes stehen in Beziehung zu europäischen Netzwerken wie dem European Artists' Association und Festivals wie dem Festival dei Due Mondi.
Die interne Struktur orientiert sich an Modellen großer Vereinigungen wie der British Council, dem Bundesverband bildender Künstlerinnen und Künstler und dem International Association of Art. Leitungsgremien bestehen aus einem Vorstand, einem Kuratorium und fachlichen Referaten, die mit Expertinnen und Experten aus Institutionen wie der Universität Innsbruck, der Freie Universität Bozen und dem Max Planck Institute for the History of Art zusammenarbeiten. Finanzielle Partner sind unter anderem die Provincia Autonoma di Trento, die Fondazione Caritro, die Fondazione Cassa di Risparmio di Bolzano und EU-Förderprogramme wie Creative Europe.
Mitglieder rekrutieren sich aus lokalen und international tätigen Personen ebenso wie aus Absolventen der Accademia Albertina di Belle Arti Torino, der Akademie der bildenden Künste München und der École nationale supérieure des Beaux-Arts. Bedeutende mitwirkende Künstler und Kulturschaffende in Verbindung mit dem Verband arbeiteten oder kooperierten mit Namen wie Günther Uecker, Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Marina Abramović, Joseph Beuys, Olafur Eliasson, Nan Goldin, Cindy Sherman, Ai Weiwei, Yoko Ono, Sophie Calle, Rebecca Horn, Thomas Schütte, Monika Sosnowska, Wolfgang Tillmans, Bruno Munari, Hans Hartung, Lucio Fontana, Arman, Jean Tinguely und Cy Twombly. Daneben sind regionale Künstlerpersönlichkeiten mit Verbindungen zu Museen wie dem Museo Archeologico dell'Alto Adige, der Galleria d'Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto und dem Castel Roncolo vertreten.
Der Verband initiiert Projekte in Kooperation mit Institutionen wie Fondazione Benetton Studi Ricerche, dem Deutsches Kulturforum östliches Europa, dem Goethe-Institut und der Fondazione Prada. Programmschwerpunkte umfassen Residenzen, Ausstellungsreihen, öffentliche Kunst im Stadtraum von Bozen, Meran, Brixen und Bruneck sowie partizipative Projekte mit Schulen wie dem Liceo Classico 'Cesare Battisti' Bolzano und Hochschulen wie der Università degli Studi di Trento. Internationale Kooperationen erfolgten mit dem Tate Modern, der Museé d'Orsay, dem Centre Pompidou, dem Stedelijk Museum, dem Museum of Modern Art, dem Whitney Museum, der Serpentine Galleries und dem National Gallery.
Regelmäßige Ausstellungen finden in Partnerorten wie dem Museion, der Galleria Civica di Bolzano, dem Kunst Meran und dem Museum Schloss Runkelstein statt. Kooperationen umfassen Festivals und Biennalen wie der Biennale Arte, der Documenta, dem Steirischer Herbst, dem Manifesta und dem Venice Film Festival. Öffentliche Programme inkludieren Podiumsdiskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Landtag von Tirol, Vortragende von der Universität Wien und Kuratorinnen von Institutionen wie dem Kestner Gesellschaft.
Der Verband betreibt Stipendien und Residenzprogramme in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Villa Concordia, der Cité internationale des arts und der Fondazione Giorgio Cini. Fördermaßnahmen umfassen Mentoring-Programme mit Professorinnen der Akademie der Bildenden Künste Wien, Workshops mit Kuratoren des Ludwig Forum, sowie Austauschprojekte mit der Akademie für Bildende Künste Dresden und der École des Beaux-Arts Lyon. Förderpreise werden ähnlich strukturiert wie Preise der Documenta-Prize oder des Joan Miró Prize vergeben.
Die Rezeption erfolgt über lokale Medien wie der Dolomiten (Zeitung), dem FF - freiefforte, regionalen Radiosendern wie Radio Niederstetten und über kritische Auseinandersetzungen in Publikationen der Accademia Roveretana degli Agiati. Der Verband beeinflusst kulturpolitische Debatten in Verbindung zu Institutionen wie der Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige, dem Kulturinstitut Südtirol und internationalen Netzwerken wie dem European Cultural Foundation. Seine Bedeutung zeigt sich in Kooperationen mit Museen wie dem Museo della Scuola Grande di San Rocco und in Beiträgen zu Ausstellungsprogrammen des Museion sowie in städtischen Kunstprojekten in Bozen und Meran.
Category:Organisationen in Südtirol Category:Kunstvereine