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| Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg | |
|---|---|
| Name | Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg |
| Native name | Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg |
| Formation | 1995 |
| Headquarters | Potsdam |
| Region served | Berlin and Brandenburg |
| Leader title | Direktor |
Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist eine Stiftung öffentlichen Rechts mit dem Auftrag, die historischen Residenzen, Landschaftsparks und Gartenanlagen der Brandeburger und preußischen Herrscherfamilien zu betreuen und für Publikum, Forschung und Vermittlung zugänglich zu halten. Die Stiftung verwaltet zahlreiche weltbekannte Schloss Sanssouci, Schloss Charlottenburg, Schloss Schwerin, Neues Palais und Schloss Cecilienhof sowie zugehörige Parklandschaften und Museen, arbeitet mit internationalen Denkmalpflegeinstitutionen zusammen und ist Teil des Kulturerbes von Deutschland und Europa. Ihre Aktivitäten umfassen Restaurierung, wissenschaftliche Forschung, Bildungsangebote, Besucherführung und wirtschaftliche Erschließung historischer Ensembles.
Die Stiftung wurde 1995 im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung aus der Zusammenführung mehrerer staatlicher Einrichtungen und Liegenschaften gebildet, deren Vorläufer Institutionen wie die Staatlichen Schlösser und Gärten der DDR, die preußische Hofverwaltung und kommunale Archive waren. Ihre Entstehung ist eingebettet in Prozesse des Denkmalschutzes nach der Wiedervereinigung Deutschlands, die Restaurierung nach dem Zweiten Weltkrieg und die europäische Kulturpolitik der 1990er Jahre, in der Akteure wie die UNESCO und die Europäische Union Förderprogramme initiierten. Bedeutende Stationen der Stiftungsgeschichte schließen die internationalen Restaurierungsprojekte am Schloss Sanssouci und die Entwicklung des Museumsbetriebs im Neuen Palais ein.
Die Stiftung operiert als rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam; ihr Aufsichtsorgan ist das Land Brandenburg. Leitungsgremien umfassen einen Vorstand, ein Kuratorium und spezialisierte Direktionen für Restaurierung, wissenschaftliche Forschung, Museumsmanagement und Touristik. Kooperationen bestehen mit dem Land Berlin, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und städtischen Denkmalämtern. Intern gliedert sich die Organisation in Abteilungen für Inventarverwaltung, Archivwesen, Veranstaltungsmanagement und Publikationen; sie nutzt digitale Bestandsdatenbanken, kooperiert mit Bibliotheken wie der Staatsbibliothek zu Berlin und arbeitet mit Universitäten wie der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam zusammen.
Das Inventar umfasst Ensembles wie Schloss Sanssouci, Neues Palais, Schloss Charlottenburg, Schloss Cecilienhof, Schloss Babelsberg, Schloss Königsberg-Bestände, Parkanlagen wie den Park von Sanssouci, den Schlosspark Babelsberg, den Schlosspark Charlottenburg sowie kleinere Orangerien, Lustschlösser und historischen Gärten in Brandenburg. Zu den verwalteten Museen zählen Sammlungen mit Objekten aus der Hofkultur, Porzellanbeständen, Möbeln und Gemälden von Künstlern wie Adolph Menzel und Caspar David Friedrich. Die Stiftung verantwortet bauhistorisch bedeutende Bauwerke aus Epochen wie dem Barock, Klassizismus und Historismus, und betreibt Landschaftspflege in enger Abstimmung mit Naturschutzbehörden wie dem Landesumweltamt Brandenburg.
Die Denkmalpflege orientiert sich an internationalen Standards, darunter Vorgaben von ICOMOS und der UNESCO, sowie an nationalen Richtlinien des Bundesdenkmalamtes und des Landesdenkmalamtes Brandenburg. Restaurierungsprojekte verbinden Handwerkstraditionen wie Steinmetzarbeit, Stuckrestaurierung, historische Farbkonservierung und Gartenrekonstruktion; Fachkräfte kommen aus Kreisen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Handwerkskammer Potsdam und spezialisierten Werkstätten. Wichtige Maßnahmen betrafen die Wiederherstellung von Fresken, die Konservierung von Holzstrukturen, die Sicherung von Parkwegen und die Rekonstruktion historischer Sichtachsen im Park von Sanssouci. Die Stiftung dokumentiert Restaurierungen in Publikationen und Archivbeständen, die wissenschaftlich ausgewertet werden.
Die Stiftung betreibt umfangreiche Vermittlungsprogramme für Schulen, Erwachsene und Fachpublikum. Bildungsangebote umfassen Führungen, Workshops, Vermittlungsprojekte mit der Deutschen UNESCO-Kommission und Lehrerfortbildungen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Forschungsschwerpunkte liegen auf Architekturgeschichte, Gartenkunst, Inventarstudien und Provenienzforschung; Kooperationspartner sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und internationale Institute wie das Getty Conservation Institute. Publikationen, Ausstellungen und digitale Angebote wie virtuelle Rundgänge und Datenbanken ergänzen die Präsenzprogramme.
Finanzierung erfolgt durch Fördermittel des Landes Brandenburg, des Land Berlin, Eintrittsgelder, Drittmittel aus der Europäischen Union, private Fördervereine und Sponsoring durch Stiftungen wie die Kulturstiftung der Länder. Einnahmen aus Veranstaltungen, Vermietungen und Publikationen tragen zum Haushalt bei. Die Stiftung verzeichnet jährlich Millionen von Besuchen an Schlüsselstandorten wie Schloss Sanssouci und Schloss Charlottenburg; Besucherkontingente und Reservierungssysteme werden zur erhaltenen Substanzpflege und zur Steuerung des Besucherflusses eingesetzt.
Die Stiftung arbeitet international mit Einrichtungen wie der UNESCO, dem Getty Conservation Institute, der European Heritage Heads Forum und Museen wie dem Victoria and Albert Museum, dem Louvre und der National Gallery (London). Projekte zur Restaurierung, Provenienzforschung und digitalen Erschließung werden häufig gefördert durch Programme der Europäischen Union und der Kulturstiftung der Länder. Auszeichnungen umfassen Anerkennungen durch die UNESCO für Welterbestätten in Potsdam und Preise im Bereich Denkmalpflege und Museumspädagogik von Institutionen wie der ICOM.
Category:Kulturelle Organisationen (Deutschland) Category:Bauwerke in Potsdam Category:Schlösser in Brandenburg