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| Niedersächsische Musiktage | |
|---|---|
| Name | Niedersächsische Musiktage |
| Location | Niedersachsen |
| Years active | 1940s–present |
| Genre | Klassische Musik, zeitgenössische Musik, Alte Musik, Neue Musik |
Niedersächsische Musiktage is a long-running series of concertreihen and festivals in Niedersachsen that presents a wide spectrum of classical music performance practice and contemporary composition. The festival connects municipal Kulturämter, Konzertveranstalter and landesweite Institutionen with Ensembles, Solistinnen and Komponisten to foster Kooperationen across Städte wie Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Göttingen. Es zieht Ensembles und Dirigentinnen aus der internationalen Szene an, darunter Musiker, Orchester, Chöre und Kammerensembles.
Die Ursprünge der Veranstaltung liegen in den Kulturinitiativen der Nachkriegszeit, beeinflusst durch Persönlichkeiten und Institutionen wie Gustav Mahler-Interpreten, musikpädagogische Vereine und regionale Konzertgesellschaften. Stationen der Entwicklung umfassen Kooperationen mit dem Niedersächsisches Staatsorchester Hannover, der Staatsoper Hannover, der Niedersächsischen Musikwissenschaftlichen Gesellschaft sowie Festivalsträgern ähnlich dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival. Bedeutende Gastspiele und Premieren wurden bestritten von Ensembles wie dem Hannover Band, Orchestern verbunden mit Mendelssohn Bartholdy Hochschulen und Solisten, die mit Preisen wie dem Leoš Janáček International Competition oder dem Herbert von Karajan Musikpreis ausgezeichnet wurden. Die Programmgeschichte weist Vergleiche zu Festivals wie Salzburg Festival, Bayreuth Festival und Lucerne Festival auf, ohne deren Programmatik zu kopieren.
Das Programm deckt Repertoires von Barockmusik-Aufführungen bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten wie Karlheinz Stockhausen, Helmut Lachenmann, György Ligeti und Esa-Pekka Salonen. Kammermusikzyklen bringen Ensembles wie Trio Wanderer, Klangforum Wien, Ars Nova und Ensemble Modern zusammen, daneben treten historische Aufführungspraxen mit Gruppen wie den Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto Köln auf. Schwerpunkte umfassen Liederabende mit Sängerinnen, Orchesterkonzerte mit Dirigenten vom Rang eines Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim oder Thomas Hengelbrock sowie interdisziplinäre Projekte, die Schnittstellen zu Tanztheater Wuppertal, Schauspiel Hannover und bildenden Künstlern wie Anselm Kiefer herstellen. Besondere Reihen widmen sich Komponistinnen der Moderne, etwa Nadia Boulanger, Sofia Gubaidulina und Kaija Saariaho, sowie Nachwuchsplattformen für Preisträger von Wettbewerben wie dem ARD International Music Competition und dem Queen Elisabeth Competition.
Die Festivals verteilen sich auf Spielstätten wie das Niedersächsische Staatstheater Hannover, die St.-Aegidien-Kirche Braunschweig, die Garnisonkirche Celle, das Stadttheater Osnabrück und Universitätskirchen in Göttingen und Lüneburg. Kleinere Konzertsäle und Kirchen bringen Ensembles in Kontakt mit lokalen Gemeinden, ergänzt durch Open-Air-Konzerte an Orten wie dem Maschsee und historischen Orten wie dem Schloss Herrenhausen. Die Struktur weist Programmreihen, Reihen für Neue Musik, Akademieformate und Kooperationsprojekte mit Orchestern wie dem Niedersächsischen Staatsorchester und dem Philharmonisches Staatsorchester Braunschweig auf. Tourneepläne orientieren sich an Spielplänen von Institutionen wie dem Deutschen Musikrat, der Kultursommer Niedersachsen-Initiative und regionalen Kulturträgern.
Künstlerische Leitung und Intendanz bestanden aus Dirigentinnen, Intendanten und Kuratorinnen mit Beziehungen zu Häusern wie der Staatsoper Hannover, dem Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Namen von Programmdirektoren stehen in Verbindung mit Mentoren und Förderern aus dem Umfeld von Otto Klemperer-Schülern, Managerinnen aus dem Konzertwesen wie bei der Deutsche Grammophon-Produktion und beratenden Gremien, in denen Vertreter der Niedersächsischen Landesregierung, Stiftungen wie der Kulturstiftung des Bundes und private Mäzene sitzen. Gastkuratoren kamen aus Orchestern wie dem Bayerischen Rundfunkorchester, Ensembles wie dem BBC Symphony Orchestra und Institute wie dem Internationales Musikinstitut Darmstadt.
Vermittlungsformate richten sich an Schulklassen, Studierende der Hochschule für Musik Hannovers und Laienensembles; Programme kooperieren mit Bildungsprojekten von El Sistema-ähnlichen Initiativen, Kulturzentren und Bibliotheken. Formate umfassen Einführungen, Werkstattkonzerte mit Jugend musiziert-Preisträgern, Gesprächsrunden mit Komponisten wie Wolfgang Rihm oder Bernd Alois Zimmermann-Nachfolgern sowie Workshops in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Niedersächsischen Kulturforum und Landesmuseen. Publikumspartizipation wird gefördert durch Familienangebote, Matineen, Abonnements und Kooperationen mit Medienpartnern wie Deutschlandradio Kultur, NDR Kultur und regionalen Zeitungen.
Finanzierung erfolgt durch öffentliche Fördermittel von Niedersachsen Ministry of Science and Culture-Ämtern, kommunale Zuschüsse aus Hannover, Braunschweig und Göttingen, sowie Partnerschaften mit Stiftungen wie der Kulturstiftung der Länder, der Robert Bosch Stiftung und der Kulturstiftung der Länder. Unternehmenssponsoring kommt von regionalen Firmen, Banken wie NiedersachsenLB und Wirtschaftsnetzwerken, ergänzt durch Ticketing-Erlöse, Projektförderungen der Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien und EU-Kulturprogrammen. Mäzenatentum und Fördervereine arbeiten mit Förderkreisen analog zu denen des Ludwigsburger Schlossfestivals.
Rezensionen in Medienhäusern wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, NDR und Fachzeitschriften wie Neue Zürcher Zeitung und Gramophone (magazine) haben die künstlerische Entwicklung begleitet. Die Veranstaltung fördert kulturelles Profil der beteiligten Städte, stärkt Tourismus ähnlich dem Effekt des Weimarer Kulturfestivals und trägt zur Profilbildung von Hochschulen wie der Georg-August-Universität Göttingen und der Leuphana Universität Lüneburg. Forschungsprojekte an Instituten wie dem Institut für Musikwissenschaft Göttingen dokumentieren Aufführungspraktiken und Netzwerkeffekte, während lokale Ensembles und Agenturen von Kooperationen mit Festivals wie dem Darmstädter Ferienkurse und dem Ring of Classical Music profitieren.
Category:Music festivals in Lower Saxony