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| Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik | |
|---|---|
| Name | Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik |
| Established | 1963 |
| Type | Forschungseinrichtung |
| City | Garching bei München; München |
| Country | Deutschland |
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik ist ein deutsches Forschungsinstitut, das sich auf astrophysikalische Forschung, Instrumentenbau und weltraumbezogene Beobachtungen spezialisiert hat. Es arbeitet eng mit der Max-Planck-Gesellschaft, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technische Universität München sowie internationalen Partnern wie der NASA, der ESA und dem CERN zusammen. Das Institut hat bedeutende Beiträge zur Erforschung von Milchstraße (Galaxie), Sonnensystem, Cosmic Microwave Background, Exoplanet-Beobachtung und Hochenergieastronomie geleistet.
Das Institut wurde 1963 im Umfeld der frühen Raumfahrtprogramme und der Nachkriegsforschung gegründet und steht in einer Traditionslinie mit Einrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Physik und dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie. In den 1970er und 1980er Jahren verstärkte das Institut Kooperationen mit der European Southern Observatory und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, was zahlreiche Instrumentenprojekte und Satellitenmissionen nach sich zog. Schlüsselpersonen in der Entwicklung waren Wissenschaftler, die zuvor an Projekten des Deutschen Elektronen-Synchrotron und des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics gearbeitet hatten. Während der 1990er Jahre intensivierte das Institut Partnerschaften mit Projekten wie ROSAT, XMM-Newton und Chandra X-ray Observatory, wodurch seine Rolle in der Röntgenastronomie gefestigt wurde. In den 2000er und 2010er Jahren prägten Beiträge zu Missionen wie Herschel (Raumsonde), Planck (Raumsonde) und der Entwicklung von Instrumenten für das Very Large Telescope die Forschungspolitik des Instituts.
Das Institut forscht in Bereichen, die Überschneidungen mit Institutionen wie dem Max-Planck-Institut für Astrophysik, dem Institute for Advanced Study und dem Space Telescope Science Institute aufweisen. Kernfelder sind Röntgen- und Gammaastronomie, submillimeter- und Infrarotastronomie, Astronomie der schwarze Löcher, galaktische Struktur und Sternentstehung, sowie Kosmologie einschließlich Studien zum Dunkle Materie- und Dunkle Energie-Problem. Die Mitarbeitenden publizieren regelmäßig in Zusammenarbeit mit Gruppen von der California Institute of Technology, der University of Cambridge, dem Harvard University und dem Princeton University. Methodisch verbindet das Institut Beobachtungsastronomie, theoretische Astrophysik und Simulationen, kooperiert mit dem Max-Planck-Institut für Informatik und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in technischen Fragestellungen und stimmt Experimente mit der Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt ab.
Instrumentenbau und Missionsteilnahmen sind zentral und haben Verbindungen zu Projekten wie Hubble Space Telescope, Spitzer Space Telescope, ALMA und dem James Webb Space Telescope. Das Institut entwickelte und lieferte Schlüsselsensoren, Optiken und Elektronik für Röntgen- und Infrarot-Instrumente, wobei technische Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen wie dem Fraunhofer-Institut, dem European Space Research and Technology Centre und der Max Planck Innovation stattfanden. Bedeutende Missionen, an denen Forscher beteiligt waren, umfassen ROSAT, XMM-Newton, INTEGRAL (Satellit), Herschel (Raumsonde), Planck (Raumsonde) und Beiträge zu Instrumenten für das Very Large Telescope Interferometer. Zusammenarbeit mit Raumfahrtagenturen wie der NASA und der ESA ermöglichte die Beteiligung an internationalen Projekten zur Entdeckung von Gamma Ray Bursts, zur Kartierung der kosmischen Hintergrundstrahlung und zur Spektroskopie von Protosternen sowie zur Charakterisierung von Exoplanet-Atmosphären.
Das Institut ist Teil der Max-Planck-Gesellschaft und organisiert sich in Abteilungen, die analog zu Strukturen in Einrichtungen wie dem European Southern Observatory und dem Max-Planck-Institut für Astrophysik arbeiten. Es betreibt Hauptstandorte in Garching bei München und in der Stadt München sowie Labore und Testeinrichtungen, die mit dem Zentrum Mathematik und Computer Science und dem Leibniz-Rechenzentrum vernetzt sind. Die interne Struktur umfasst leitende Forschungsgruppen, Nachwuchsgruppen, technische Werkstätten und Koordinationsstellen für Missionen, ähnlich etablierten Modellen am California Institute of Technology und an der University of Oxford. Fördergeber und Kooperationspartner sind unter anderem die Bayerische Staatsregierung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
Das Institut beteiligt sich an der Lehre und Promotion in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technische Universität München sowie internationalen Graduiertenschulen wie der International Max Planck Research School. Es betreibt Praktikums- und Postdoc-Programme, die Austausch mit Institutionen wie dem Max-Planck-Institut für Astronomie, dem University of California, Berkeley und dem Institute of Astronomy (Cambridge) fördern. Öffentlichkeitsarbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit Museen und Einrichtungen wie dem Deutsches Museum, dem European Space Agency Education Office und Medienpartnern, und umfasst Vorträge, Ausstellungen und Citizen-Science-Projekte, die zu Partnerschaften mit dem Zentrum für Astronomie der LMU und dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung geführt haben.
Mitarbeiter des Instituts wurden mit nationalen und internationalen Preisen in Verbindung mit Institutionen wie der Max-Planck-Gesellschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der European Research Council ausgezeichnet; Nominierungen und Preise stehen in Verbindung zu Entdeckungen, die auch von Gruppen am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, dem Space Telescope Science Institute und dem European Southern Observatory hervorgebracht wurden. Bedeutende Beiträge umfassen präzise Messungen der Röntgenemissionen von Akkretionsscheiben um schwarze Löcher, Kartierung der kosmischen Hintergrundstrahlung in Kooperation mit dem Planck (Raumsonde)-Team, sowie technologische Fortschritte in der Entwicklung von bolometrischen Detektoren und Röntgenspektrometern, die in Partnerschaft mit dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik realisiert wurden.
Category:Forschungseinrichtungen in Deutschland Category:Astrophysik