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Kulturministerium Nordrhein-Westfalen

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Kulturministerium Nordrhein-Westfalen
NameMinisterium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Native nameMinisterium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Formed1946
JurisdictionNorth Rhine-Westphalia
HeadquartersDüsseldorf
MinisterSee section "Zuständige Minister und politische Leitung"
WebsiteOfficial website

Kulturministerium Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ist die oberste Landesbehörde des Landes North Rhine-Westphalia für Fragen der Kultur- und Wissenschaftspolitik. Es koordiniert Förderprogramme, setzt Landesgesetze um und agiert als zentrale Ansprechpartnerin für Institutionen wie die Staatlichen Museen zu Berlin-analoges Modell in Nordrhein-Westfalen, die Landesmuseen, die Theater- und Orchester-Landschaft sowie Universitäten und Hochschulen. Als Teil der politischen Verwaltung des Landes arbeitet es eng mit weiteren Ministerien, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen.

Geschichte

Die historischen Wurzeln des Ministeriums liegen in der unmittelbaren Nachkriegszeit nach 1945, als in den Besatzungszonen erste Kulturbüros entstanden, vergleichbar mit Entwicklungen in Bayern und Baden-Württemberg. Mit der Gründung des Landes North Rhine-Westphalia 1946 wurden kulturelle Zuständigkeiten sukzessive institutionalisiert, begleitet von der Schaffung von Landesgesetzen wie dem Kultusgesetz und spezialisierten Behörden in Düsseldorf und Münster. In den 1960er und 1970er Jahren erweiterten sich Aufgaben parallel zu Reformen an Hochschulen wie der Universität Bonn, der Universität zu Köln und der RWTH Aachen University. Bedeutende Etappen sind die Integration wissenschaftspolitischer Verantwortlichkeiten, Strukturreformen in den 1990er Jahren nach dem Fall der Berliner Mauer, sowie jüngere Modernisierungen infolge europäischer Förderprogramme wie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Aufgaben und Zuständigkeiten

Das Ministerium ist zuständig für die Förderung von Museen und Schauspielhäusern, die Unterstützung von Orchestern und Chören, die Aufgabenübernahme in Fragen des Denkmalschutzes und die Vergabe von Landesmitteln an die Kunsthochschulen und Hochschulen des Landes. Zu den Kernaufgaben gehören die Umsetzung von Gesetzen wie dem Landeshochschulgesetz, die Verantwortung für das Förderinstrumentarium gegenüber Trägern wie den Städtischen Museen in Köln und Duisburg, sowie die Pflege der kulturellen Infrastruktur im Verbund mit Einrichtungen wie der Deutsche Oper am Rhein und der Folkwang Universität der Künste. Das Ministerium unterstützt zudem Wettbewerbe und Preise wie den Kulturpreis der Stadt Düsseldorf-äquivalente Auszeichnungen und wirkt an Programmen des Bundes und der Europäischen Union mit.

Organisation und Aufbau

Organisatorisch gliedert sich das Ministerium in mehrere Abteilungen für Kulturförderung, Denkmalschutz, Hochschulwesen, Wissenschaftsförderung und internationale Angelegenheiten. Leitbildprinzipien werden fachlich begleitet von Referaten, die Kontakte zu Institutionen wie der Bayerischen Staatsbibliothek-analog pflegen, und von Querschnittseinheiten für Haushaltsfragen, Personal und Recht. Regionalbüros koordinieren die Zusammenarbeit mit Kommunen wie Essen, Mülheim an der Ruhr und Bonn. Zur fachlichen Beratung existieren Gremien und Kommissionen, in denen Expertinnen und Experten aus Einrichtungen wie der Akademie der Künste, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und den Landesmuseen vertreten sind.

Zuständige Minister und politische Leitung

Die politische Leitung obliegt dem Minister oder der Ministerin, unterstützt von Staatssekretären und Parlamentarischen Staatssekretären. In der Vergangenheit haben Personen mit Profil im Kulturfeld und in der Hochschulpolitik Ämter innegehabt, wobei Koalitionswechsel in Nordrhein-Westfalen Übergaben zwischen Ministerinnen und Ministern verschiedener Parteien wie CDU, SPD und Die Grünen bewirkten. Politische Entscheidungen werden im Landtag von North Rhine-Westphalia beraten; dort arbeiten Abgeordnete in Fachausschüssen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kulturlandschaft zusammen, unter Einbeziehung von Akteuren wie der Kulturrat Nordrhein-Westfalen.

Kulturförderung und Projekte

Das Ministerium initiiert und fördert Projekte in Bereichen wie zeitgenössische Kunst, Musik, Theater, Vermittlungsarbeit und Denkmalpflege. Förderprogramme richten sich an Auftraggeber und Träger wie die Kölner Philharmonie, die Oper Dortmund, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz-verwandte Institutionen, sowie an freie Szene-Projekte in Städten wie Wuppertal und Bielefeld. Schwerpunktprogramme fördern zudem Kulturvermittlung in Schulen, Kooperationen zwischen Hochschulen und Kulturbetrieben wie der Universität Duisburg-Essen und interkulturelle Initiativen mit Partnern aus Programmen wie dem European Capital of Culture-Netzwerk. Sonderschwerpunkte umfassen Restaurierung von Bauwerken, Digitalisierung von Archivbeständen und Festivals mit internationaler Ausrichtung.

Finanzierung und Haushalt

Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus dem Landeshaushalt von North Rhine-Westphalia, ergänzt durch EU-Fördermittel, Bundesprogramme und Drittmittel von Stiftungen wie der Kulturstiftung der Länder und privaten Förderern. Haushaltsplanungen orientieren sich an Prioritäten für Theater- und Orchesterbetrieb, Museumsbetrieb, Hochschulfinanzierung und Projektförderung. Das Ministerium entscheidet über Zuwendungen an Institutionen wie die Bonn Philharmonic Society-ähnliche Einrichtungen anhand verbindlicher Förderrichtlinien und kontrolliert die Verwendung über Haushaltsprüfungen und Evaluationen durch externe Gutachter aus Einrichtungen wie der Sachverständigenrat Kultur.

Kooperationen und Institutionenförderung

Das Ministerium pflegt Kooperationen mit Landesverbänden wie dem LWL (Landschaftsverband Rheinland), kommunalen Trägern, Stiftungen und internationalen Partnern wie dem British Council und Institut français. Es fördert Netzwerke zwischen Hochschulen, Museen, Theatern und Festivals und unterstützt Cluster-Initiativen etwa in den Bereichen Kulturinnovation und Kreativwirtschaft mit Partnern wie der Agentur für Arbeit-nahen Institutionen. Institutionelle Förderung zielt auf Nachhaltigkeit und Profilbildung von Einrichtungen wie der Folkwang Museum-ähnlichen Häusern sowie auf die Erhaltung des kulturellen Erbes in Zusammenarbeit mit Denkmalschutzämtern und Fachverbänden.

Category:Kultur in Nordrhein-Westfalen