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Journalistenpreis der Stiftung Presse-Haus NRZ

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Journalistenpreis der Stiftung Presse-Haus NRZ
NameJournalistenpreis der Stiftung Presse-Haus NRZ
Awarded forJournalistische Leistungen
PresenterStiftung Presse-Haus NRZ
CountryDeutschland
First awarded[Jahr nicht angegeben]
WebsitePresse-Haus NRZ

Journalistenpreis der Stiftung Presse-Haus NRZ Der Journalistenpreis der Stiftung Presse-Haus NRZ ist ein deutscher Journalistenpreis, der von der Stiftung Presse-Haus NRZ verliehen wird. Die Auszeichnung würdigt redaktionelle Beiträge aus Printmedien, Onlineplattformen und Hörfunk sowie Fernsehberichten. Zu den Preisträgern und nominierten Journalistinnen und Journalisten zählen Beiträge, die in regionalen und überregionalen Medien erschienen sind.

Geschichte

Die Stiftung Presse-Haus NRZ wurde in Verbindung mit der NRZ, der Rheinisch-Westfälischen Zeitung, dem Westdeutschen Rundfunk und dem Deutschlandfunk gegründet, um journalistische Standards zu fördern. In den Anfangsjahren standen regionale Themen aus dem Ruhrgebiet, der Stadt Duisburg, der Stadt Düsseldorf, der Stadt Essen und dem Land Nordrhein-Westfalen im Fokus; später rückten Berichte aus Städten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main und Stuttgart in den Vordergrund. Mit der Zeit wurden Beiträge ausgezeichnet, die sich mit Politik aus Brüssel, Kulturfestivals wie der Berlinale, Sportereignissen wie der Fußball-Bundesliga, aber auch mit Wirtschaftsfragen im Kontext von Unternehmen wie Thyssenkrupp, E.ON, RWE, Bayer und Volkswagen befassten. Nominiert wurden Reporter, die zuvor für Redaktionen wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, der Welt, der taz, dem Spiegel und dem Stern gearbeitet hatten, sowie freie Journalistinnen und Journalisten, die Beiträge für Plattformen wie Der Standard, die Neue Zürcher Zeitung, Le Monde, El País und The Guardian lieferten.

Zweck und Ziele

Der Preis verfolgt das Ziel, investigativen Journalismus, Reportagen und Explainermaterial zu fördern; ausgezeichnet werden Beiträge, die Themen wie Energiesektor, Automobilindustrie, Gesundheitswesen, Klimaforschung, Migration, Rechtspolitik, Bildungspolitik, Digitalisierung und Kulturszene behandeln. Zu den Institutionen, mit denen die Stiftung oft kooperiert, zählen Universitäten und Forschungseinrichtungen wie die Humboldt-Universität zu Berlin, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität zu Köln, die Universität Duisburg-Essen, die Technische Universität Berlin, das Max-Planck-Institut, das Leibniz-Institut und die Fraunhofer-Gesellschaft. Zielgruppen sind Redaktionen, Medienschaffende und journalistische Nachwuchskräfte, die in Medienhäusern wie Axel Springer SE, Bertelsmann, Funke Mediengruppe, Gruner + Jahr, Burda und der Mediengruppe RTL tätig sind.

Kategorien und Preisträger

Die Auszeichnung umfasst oft Kategorien wie Investigativer Journalismus, Reportage, Lokaler Journalismus, Multimedia, Nachwuchspreis und Lebenswerk. Zu den Preisträgern zählen Personen, die bereits andere Auszeichnungen erhalten haben, darunter Gewinner des Journalistenpreises der Deutschen Welle, des Henri-Nannen-Preises, des Axel-Springer-Preises, des Wächterpreises, des Deutschen Fernsehpreises, des Grimme-Preises, des internationalen Pulitzers, des British Press Awards, des European Press Prize und des Bayeux-Calvados-Narrative-Preis. Eingereichte Arbeiten stammen aus Redaktionen wie der ARD, dem ZDF, der Deutschen Welle, Sky Deutschland, RTL, ProSieben, NDR, WDR, BR, SR, MDR und RBB. Bekannte Journalistinnen und Journalisten, die in ähnlichen Kontexten ausgezeichnet wurden, sind Namen wie Günter Wallraff, Heribert Prantl, Anja Reschke, Nikolaus Blome, Giovanni di Lorenzo, Claus Kleber, Marietta Slomka, Christiane Amanpour, Clarissa Ward, Seymour Hersh und John Carlin.

Auswahlverfahren und Jury

Das Auswahlverfahren beruht auf Einreichungen durch Redaktionen und Einzelpersonen; eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Medien, Wissenschaft und Kultur begutachtet die Beiträge. In früheren Jurys saßen Personen aus Redaktionen der Frankfurter Rundschau, der Berliner Zeitung, des Handelsblatts, der Financial Times Deutschland, der New York Times, der Washington Post und der Los Angeles Times, sowie Vertreter von Organisationen wie Reporters Without Borders, Transparency International, Amnesty International, dem Deutschen Journalisten-Verband und der Gewerkschaft ver.di. Bewertet werden Kriterien wie Rechercheaufwand, Relevanz, Stil, Wirkung und ethische Standards; Sachverständige aus Fachbereichen wie Rechtswissenschaft, Medizin, Umweltwissenschaft und Ökonomie werden bei Bedarf hinzugezogen. Die Juryarbeit orientiert sich an Gepflogenheiten großer Preise wie dem Pulitzer-Preis, dem Booker Prize, dem Oscars-Ausschuss, dem Emmy-Ausschuss und dem Nobelpreis-Komitee, ohne deren Strukturen direkt zu übernehmen.

Preisverleihung und Wirkung

Die Preisverleihung findet üblicherweise in einem Festakt statt, oft in Konzerthäusern, Rathaus-Sälen oder Medienhäusern in Städten wie Essen, Düsseldorf, Duisburg oder Köln. Gäste sind Vertreter aus Politik, Kultur und Medien, darunter Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Mitglieder des Europäischen Parlaments, Landesminister, Oberbürgermeister, Intendanten von Sendern wie WDR und ARD sowie Chefredakteure großer Zeitungen. Die Auszeichnung steigert die Sichtbarkeit der prämierten Beiträge, beeinflusst Debatten in Parlamenten wie dem Landtag Nordrhein-Westfalen und auf Plattformen wie Twitter, Facebook, LinkedIn sowie in Podcasts und Fachkongressen. Preisträger konnten in der Vergangenheit Fördergelder für Recherchen erhalten und Kooperationen mit Organisationen wie der Stiftung Mercator, der VolkswagenStiftung, der Bertelsmann Stiftung und der Körber-Stiftung eingehen.

Finanzierung und Stiftungsträger

Die Stiftung Presse-Haus NRZ finanziert den Preis durch Stiftungsmittel, Sponsoring und Zuwendungen von Medienunternehmen, regionalen Unternehmen und privaten Förderern. Unterstützende Partner sind typischerweise Mediengruppen, Stiftungen und Unternehmen aus dem Ruhrgebiet sowie nationale Förderer wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Kulturstiftung des Bundes, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Hans-Böckler-Stiftung. Die Verwaltung erfolgt durch einen Stiftungsrat und ein Kuratorium, in dem Vertreter aus Medienhäusern, kommunalen Institutionen und der Wirtschaft sitzen, ähnlich strukturiert wie die Gremien großer kultureller Stiftungen und Preise.

Category:Journalismuspreise in Deutschland