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| Internationaler Schriftstellerverband | |
|---|---|
| Name | Internationaler Schriftstellerverband |
| Native name | Internationaler Schriftstellerverband |
| Formation | 1950 |
| Type | Schriftstellerverband |
| Headquarters | Berlin |
| Region served | International |
| Leader title | Präsident |
Internationaler Schriftstellerverband ist ein internationaler Berufsverband für Schriftsteller, der 1950 gegründet wurde und in Berlin seinen Sitz hat. Der Verband steht in Verbindung mit Institutionen wie der UNESCO, der Berliner Senat, der Goethe-Institut, der Europäische Kommission und der Deutsche Welle, arbeitet mit Stiftungen wie der Körber-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung zusammen und pflegt Kontakte zu literarischen Organisationen wie dem PEN International, der Deutschen Schillergesellschaft, der Akademie der Künste, dem British Council und dem Fondation Maison de la Poésie.
Der Verband wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und war beeinflusst von Akteuren wie Thomas Mann, Bertolt Brecht, Heinrich Böll, Anna Seghers und Ernst Bloch sowie von politischen Ereignissen wie der Berlin-Blockade, dem Kalter Krieg, der Wiedervereinigung Deutschlands, dem Europäischen Einigungsprozess und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. In den 1950er und 1960er Jahren kooperierte der Verband mit Verlagen wie Suhrkamp Verlag, S. Fischer Verlag, Rowohlt Verlag und Faber and Faber und nahm Einfluss durch Festivals wie die Frankfurter Buchmesse, die Salzburger Festspiele, die Edinburgh International Book Festival und die Hay Festival. Während der 1970er und 1980er Jahre standen Debatten um Autorenrechte, Zensurfälle wie die Auseinandersetzungen um Václav Havel und politische Exil-Situationen wie bei Aleksandr Solschenizyn und Nadine Gordimer im Zentrum der Tätigkeit. Nach der deutschen Wiedervereinigung intensivierte der Verband die Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Deutschen Historischen Museum und der Europäischen Literaturtage.
Der Verband ist gegliedert in regionale Sektionen, Landesgruppen und thematische Arbeitskreise ähnlich aufgebaut wie der PEN International oder die European Writers' Council und kooperiert mit kommunalen Kulturämtern wie dem Kulturamt Frankfurt am Main und dem Kulturdezernat München. Leitende Gremien sind der Vorstand, das Präsidium und der Beirat; prominente Persönlichkeiten aus Literatur und Politik wie Christa Wolf, Günter Grass, Herta Müller, Ingeborg Bachmann und Günter Kunert waren in beratenden Funktionen vertreten. Geschäftsstelle und Bibliothek arbeiten mit Institutionen wie der Stiftung Lesen, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Stadtbibliothek Berlin zusammen. Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Projektförderungen durch die Kulturstiftung der Länder, Stiftungszuwendungen und Kooperationen mit Medienpartnern wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Der Spiegel.
Mitglied können Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzer, Dramaturgen und Literaten werden; die Aufnahme setzt Nachweise über veröffentlichte Werke in Verlagen wie Rowohlt, Penguin Books, Random House, Houghton Mifflin und Gallimard voraus. Der Verband vergibt Ehrenmitgliedschaften an Preisträgerinnen und Preisträger bedeutender Auszeichnungen wie dem Nobelpreis für Literatur, dem Georg-Büchner-Preis, dem Man Booker Prize, dem Prix Goncourt und dem Pulitzer Prize. Aufnahmeverfahren, Ethikrichtlinien und Berufsstandards orientieren sich an Dokumenten vergleichbarer Organisationen wie der European Writers' Council und dem PEN International sowie an Urheberrechtsregelungen wie dem Berner Übereinkommen und nationalen Gesetzgebungen in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten und Spanien.
Zu den Aktivitäten zählen Lesereihen, Preisverleihungen, Stipendienprogramme und Workshops in Zusammenarbeit mit Festivals und Institutionen wie der Frankfurter Buchmesse, der Buchmesse Leipzig, dem Edinburgh International Book Festival, dem Festival Internacional de Literatura und dem Hay Festival. Der Verband veröffentlicht periodische Reihen, Anthologien, Magazin-Ausgaben und Forschungspublikationen ähnlich den Publikationen von Die Zeit Literatur, The New Yorker, Granta, The Paris Review und Literaturen; Herausgeber und Redakteure kooperieren mit Verlagen wie Suhrkamp, Fischer, Penguin Random House und Bloomsbury. Vermittlungsprogramme für Übersetzer sind vernetzt mit Institutionen wie der European Commission for Culture, dem Goethe-Institut und dem Institut Français, während Stipendienpartner wie die Akademie Schloss Solitude und die Villa Massimo Residenzen bereitstellen.
Der Verband unterhält Partnerschaften mit internationalen Organisationen und Kulturinstituten wie UNESCO, PEN International, British Council, Goethe-Institut, Instituto Cervantes, Alliance Française, Istituto Italiano di Cultura und dem Nordisk Kulturfond; durch Kooperationen mit Universitäten wie der Humboldt-Universität zu Berlin, der University of Oxford, der Harvard University und der Sorbonne wirkt er auf literarische Forschung und Lehre ein. Der Verband beeinflusste Debatten zu Zensur, Meinungsfreiheit und Autorenrechten in Fällen, die Namen wie Vaclav Havel, Salman Rushdie, Toni Morrison, Orhan Pamuk und Mario Vargas Llosa begleiteten, und formulierte Stellungnahmen gegenüber Institutionen wie der Europäischen Kommission und der UNESCO. Weitere Kooperationen bestanden mit Medienhäusern wie BBC, ARD, ZDF, NPR und Arte.
Kritik richtete sich wiederholt gegen politische Positionierungen, Vorwürfe von Selektivität und Mitgliederentscheidungen, vergleichbar mit Debatten um PEN International und Publikumsreaktionen bei Veranstaltungen wie dem Hay Festival oder der Frankfurter Buchmesse; Diskussionen bezogen sich auch auf Umgang mit Fällen wie Writers in Exile, Debatten um kulturelle Repräsentation wie bei postkolonialen Studien sowie Fragen der Finanzierung durch Stiftungen wie Körber-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung. Interne Auseinandersetzungen betrafen Transparenz des Vorstands, Vergabekriterien für Stipendien und Preise sowie Reaktionen auf internationale Menschenrechtsfälle, in denen Namen wie Nawal El Saadawi, Liu Xiaobo und Edward Snowden medial diskutiert wurden.
Category:Literaturorganisationen