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Institut für Musik und Medien Kiel

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Institut für Musik und Medien Kiel
NameInstitut für Musik und Medien Kiel
Native nameInstitut für Musik und Medien Kiel
Established2000
TypeInstitut
CityKiel
CountryDeutschland
AffiliationsChristian-Albrechts-Universität zu Kiel

Institut für Musik und Medien Kiel

Das Institut für Musik und Medien Kiel ist eine akademische Einrichtung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Schwerpunkten in zeitgenössischer Komposition-, Musiktheorie- und Medienkunst-Forschung. Es pflegt Lehr- und Forschungsbeziehungen zu zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen wie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, dem Deutsches Musikarchiv und dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Das Institut ist eingebettet in die kulturelle Infrastruktur von Kiel und kooperiert mit städtischen Akteuren wie dem Kieler Philharmoniker und dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

Geschichte

Gegründet im Jahr 2000 entwickelte sich das Institut aus Projekten der Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie aus Kooperationen mit der Landesmusikakademie Schleswig-Holstein, dem Landesmuseum Schleswig-Holstein und der Kieler Woche. In den frühen 2000er-Jahren standen Kooperationen mit dem IRCAM, dem BBC Radiophonic Workshop und dem Centre Pompidou im Vordergrund. Später intensivierten sich Beziehungen zu Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und dem Hans-Bredow-Institut. Historische Veranstaltungen und Gastprofessuren verbanden das Institut mit Namen wie Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez, Helmut Lachenmann, Brian Eno und John Cage sowie mit Ensembles wie dem Ensemble Modern, dem Klangforum Wien und dem London Sinfonietta.

Organisation und Leitung

Die organisatorische Struktur umfasst Institutsleitung, Professuren, Forschungsgruppen und Verwaltung. Leitungsposten wurden von Persönlichkeiten aus der europäischen Musikszene besetzt, darunter Professoren mit Karrieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, der Universität der Künste Berlin und der Royal Academy of Music. Forschungsschwerpunkte werden von Lehrstühlen getragen, die in Verbindung stehen zu Einrichtungen wie dem Deutschen Musikrat, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Kooperationen mit Stiftungen wie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz prägen Förderstrategien. Administrative Verflechtungen existieren zu Netzwerken wie dem European Network for Contemporary Music, TransEurope Halles und der Norddeutschen Orchesterakademie.

Studienangebote und Forschung

Das Curriculum bietet Studiengänge in Komposition, Medienkomposition, Musikproduktion, Musikpädagogik und Musikwissenschaft sowie Weiterbildung in Sound Studies, Klangkunst und Elektronische Musik. Forschungsthemen umfassen algorithmische Komposition, akustische Signalverarbeitung, psychoakustische Studien und interdisziplinäre Projekte mit dem Institut für Informatik und dem Institut für Psychologie der Universität. Forschungsprojekte sind gefördert von Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem European Research Council, der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem DAAD. Studierende arbeiten in Programmen, die Verbindungen herstellen zu Festivals und Kompositionswettbewerben wie dem Donaueschinger Musiktage, dem Wien Modern, dem MaerzMusik-Festival und dem Gaudeamus Muziekweek. Gastprofessoren kommen aus Einrichtungen wie der IRCAM, der Société des concerts du Conservatoire, der Royal College of Music und der Conservatoire de Paris.

Ausstattung und Einrichtungen

Ausstattung umfasst Tonstudios, elektroakustische Labore, Schnittplätze und Konzerttechnologien vergleichbar mit dem ZKM, dem Saal des Musikhochschulkonservatoriums und Studios der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Spezielle Geräte stammen von Herstellern und Labors, die üblicherweise mit Einrichtungen wie dem Fraunhofer IIS oder dem Audio Engineering Society assoziiert werden. Medienlabore kooperieren mit Institutionen wie dem Humboldt-Universität zu Berlin Medienzentrum, dem Max-Planck-Institut für Psycholinguistik und dem Institut für Medienwissenschaften an der Universität Mainz. Bibliothek und Archiv verbinden Bestände mit dem Deutschen Nationalbibliothek-Netzwerk, dem Staatsbibliothek zu Berlin-Katalog und dem British Library-Sammlungen.

Kooperationen und Projekte

Das Institut betreibt Projekte und Austauschprogrammen mit Partnern wie der Royal Academy of Music, dem Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, der Juilliard School, dem Sibelius-Akademie, dem Codarts Rotterdam und der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Forschungsprojekte wurden im Rahmen internationaler Programme mit dem European Commission-Rahmenprogramm, der Nordplus-Initiative und dem Erasmus+-Programm realisiert. Kulturelle Kooperationen umfassen Festivals, Residenzen und Auftragswerke mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kieler Woche, der Hamburger Kunsthalle, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und dem Thalia Theater. Drittmittel kamen von Institutionen wie der Robert Bosch Stiftung, der Kulturstiftung Berlin und dem Gerda Henkel Stiftung sowie von Medienpartnern wie dem Deutschlandradio Kultur, der ARD, dem ZDF und dem BBC.

Studierendenleben und Veranstaltungen

Das Studierendenleben verbindet akademische Aktivitäten mit Aufführungen, Projekten und Festivals; regelmäßige Veranstaltungsreihen arbeiten mit Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Resonanz, dem Bachchor Mainz und Orchestern wie der NDR Elbphilharmonie Orchester. Workshops und Meisterkurse binden Persönlichkeiten aus der internationalen Szene wie Georg Friedrich Haas, Kaija Saariaho, Tania León, Helmut Lachenmann und Unsuk Chin. Studentengruppen pflegen Netzwerke zu Organisationen wie dem ISCM, dem A•DEvantgarde-Netzwerk und dem Young Euro Classics-Initiative. Veranstaltungsorte für Konzerte und Aufführungen umfassen den Kieler Schlossvorplatz, das Kulturzentrum Fabrik, die Kieler Kunsthalle und Kooperationsräume in der Kieler Altstadt.

Category:Universitäten und Hochschulen in Schleswig-Holstein Category:Musikuniversitäten und -institute in Deutschland