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| Institut für Kunstgeschichte der Universität München | |
|---|---|
| Name | Institut für Kunstgeschichte der Universität München |
| Established | 19th century |
| Type | Forschungseinrichtung |
| City | München |
| Country | Deutschland |
Institut für Kunstgeschichte der Universität München Das Institut für Kunstgeschichte der Universität München ist eine führende Forschungseinrichtung für Kunstgeschichte in Deutschland mit historischer Verbindung zu europäischen und internationalen Kunstinstitutionen. Es bündelt Forschung, Lehre und Sammlungsbetreuung und kooperiert eng mit Museen, Archiven sowie Förderstiftungen aus München, Berlin, Wien, Paris und London. Zu den Verbindungen zählen Persönlichkeiten und Institutionen der Kunst- und Kulturgeschichte wie Jacob Burckhardt, Johann Joachim Winckelmann, Aby Warburg, Erwin Panofsky, Heinrich Wölfflin, Max Dvořák, Giorgio Vasari, Cimabue, Giotto di Bondone und Institutionen wie die Bayerische Staatsgemäldesammlungen, die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek, die Glyptothek (München), die Bayerische Staatsbibliothek, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft.
Die Entstehung des Instituts ist eingebettet in Debatten des 19. Jahrhunderts um Historiographie mit Akteuren wie Jacob Burckhardt, Heinrich Wölfflin, Wilhelm von Bode, Alois Riegl, Max Dvořák und Johann Joachim Winckelmann, sowie Reformen der Universitäten in Deutschland parallel zu Entwicklungen in Wien, Berlin und Paris. Im 20. Jahrhundert prägten mitteleuropäische Exilbewegungen Personen wie Aby Warburg, Erwin Panofsky und Institutionen wie die Courtauld Institute of Art, die institutionelle Ausrichtung; Nachkriegsphasen sahen Kooperationen mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und dem Deutschen Historischen Institut. Bedeutende Lehrstuhlinhaber stehen in der Tradition von Heinrich Wölfflin, Max Dvořák, Erwin Panofsky und Aby Warburg; institutionelle Meilensteine schließen Musealisierungsprojekte mit der Alte Pinakothek, Restaurierungsprogramme mit der Bavarian State Conservation Office und Editionsprojekte zu Künstlern wie Albrecht Dürer, Hans Holbein der Jüngere, Matthias Grünewald und Lucas Cranach der Ältere ein.
Das Institut ist strukturiert in Forschungsbereiche und Lehrstühle mit Professuren, Nachwuchsgruppen und Institutsbibliothek; zentrale Verwaltungseinheiten arbeiten mit der Ludwig-Maximilians-Universität München-Verwaltung, der Bayerischen Staatsbibliothek und den Münchner Sammlungen zusammen. Die Leitung koordiniert Lehrstühle, Doktorandenkollegs, Editionsprojekte und Restaurierungswerkstätten, wobei Gremien wie der Fakultätsrat, die Graduiertenkommission und partnerschaftliche Kuratoren der Alte Pinakothek, Neue Pinakothek und Glyptothek (München) einbezogen werden. Das Institut unterhält Fachbibliotheken und digitalisierte Bestände gekoppelt an Infrastruktur der DFG und des Humboldt-Forum.
Forschung am Institut deckt Epochen von der Antike bis zur Gegenwart ab mit Schwerpunkten in Renaissanceforschung, Barockstudien, Gotik, Mittelalterkunst, Ikonografie, Bildtheorie, Provenienzforschung, Restaurierungsgeschichte und digitale Kunstgeschichte. Projekte verbinden Methoden der Formalanalyse aus der Tradition von Heinrich Wölfflin mit ikonographischer Forschung nach Aby Warburg und semantischen Ansätzen nach Erwin Panofsky; aktuelle Forschungsfelder arbeiten zu Albrecht Dürer, Leonardo da Vinci, Michelangelo Buonarroti, Raphael, Titian, Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn, Johannes Vermeer, Caspar David Friedrich, Eugène Delacroix, Claude Monet, Pablo Picasso, Marcel Duchamp, Joseph Beuys, Gerhard Richter, Provenienzfragen zu Sammlungen wie den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und transnationalen Sammlungsnetzen wie der Kunsthistorisches Museum Wien, der Louvre, dem British Museum, der Prado und dem Metropolitan Museum of Art. Interdisziplinäre Kooperationen beziehen Museologie, Restaurierung, Archäologie und Digital Humanities ein, verbunden mit Partnern wie dem Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte und dem Deutschen Archäologischen Institut.
Das Lehrangebot umfasst Bachelor-, Master- und Promotionsprogramme sowie spezialisierte Zertifikate, Summer Schools und Weiterbildungsangebote in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Technischen Universität München, der Hochschule für Musik und Theater München und den Münchner Museen. Lehrmodule behandeln Kunstgeschichte der Antike, Byzantinistik, Renaissance, Barock, Moderne und Gegenwart mit Seminaren zu Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Hans Holbein der Jüngere, Caravaggio, Diego Velázquez, Edvard Munch, Wassily Kandinsky, Kazimir Malevich und Piet Mondrian. Praktika und Promotionskollegs sind vernetzt mit Institutionen wie der Bayerische Staatsbibliothek, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.
Das Institut betreut Spezialarchive, Fotoarchive, Editionssammlungen und Referenzbestände, die enge Bezüge zu den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek, der Alte Pinakothek, der Neue Pinakothek, der Glyptothek (München), dem Lenbachhaus, dem Haus der Kunst (München), dem Museum Brandhorst und dem Bayerisches Nationalmuseum aufweisen. Sammlungsstücke und Archive umfassen Kupferstichkabinette, Aquarelle, Druckgraphik von Albrecht Dürer, Rembrandt van Rijn, Goya, Francisco de Goya, Konvolute zu Aby Warburg, Provenienzakten zu Sammlungen aus Frankfurt am Main, Berlin und Wien sowie digitale Datenbanken, die mit Projekten wie dem Bildindex der Kunst und Architektur verknüpft sind.
Das Institut pflegt Netzwerke mit internationalen Forschungseinrichtungen einschließlich der Courtauld Institute of Art, dem Warburg Institute, dem Getty Research Institute, dem Smithsonian Institution, dem Institut national d'histoire de l'art, der Universität Oxford, der Universität Cambridge, der Columbia University, der New York University, der Università di Bologna, der Scuola Normale Superiore di Pisa und dem Polish Academy of Sciences. Regionale Partnerschaften bestehen mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, den Münchner Museen, der Bayerischen Staatsbibliothek und Stiftungen wie der Kulturstiftung der Länder sowie transnationalen Forschungsverbünden der European Research Council.
Das Institut akquiriert Drittmittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem European Research Council, der VolkswagenStiftung, der Alexander von Humboldt-Stiftung und Stiftungspartnern wie der Kulturstiftung der Länder; geförderte Projekte betreffen Editionsvorhaben, Provenienzforschung, Digital Humanities und Restaurierung. Promovierende, Habilitandinnen und Gastwissenschaftler erhalten Preise und Stipendien wie das Humboldt-Forschungsstipendium, den ERC Consolidator Grant, Förderpreise der Bayerischen Staatsregierung und Auszeichnungen in Kooperation mit Institutionen wie der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Deutschen Archäologischen Institut.
Category:Kunstgeschichte