Generated by GPT-5-mini| Historische Kommission zu Berlin | |
|---|---|
| Name | Historische Kommission zu Berlin |
| Native name | Historische Kommission zu Berlin |
| Formation | 1909 |
| Type | Forschungsstelle |
| Location | Berlin |
| Leader title | Vorsitz |
| Affiliations | Akademie der Wissenschaften, Stiftung Preußischer Kulturbesitz |
Historische Kommission zu Berlin is an academic body founded in the early 20th century to study the history of Berlin, Brandenburg and Prussia, and to produce critical editions, monographs and biographical reference works. It operates in the context of German historical scholarship alongside institutions such as the Preußischer Kulturbesitz, the Deutsche Forschungsgemeinschaft and the Akademie der Wissenschaften und der Literatur. The Commission has contributed to biographical, administrative and urban history through long-term editorial projects and cooperative research with museums, archives and universities.
Die Kommission wurde 1909 gegründet und steht in der Tradition historischer Vereinigungen wie der Monumenta Germaniae Historica, der Historische Kommission für Sachsen-Anhalt und der Historische Kommission für Westfalen, wobei sie früh Verbindungen zur Königlichen Bibliothek Berlin und zum Staatsarchiv zu Berlin knüpfte. Während der Weimarer Republik und unter der Herrschaft des Deutsche Reich veränderten sich Aufgaben und Personalstruktur infolge politischer Eingriffe, parallele Entwicklungen betrafen Institutionen wie das Deutsche Historische Institut Paris und das Herzog Anton Ulrich-Museum. Nach 1945 erfolgten Differenzierungen zwischen Berliner Einrichtungen in Ost und West, wobei Kooperationen mit der Marx-Engels-Stiftung und der Kommission für die Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung episodisch entstanden. Ab den 1970er-Jahren intensivierte die Kommission die Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin sowie mit internationalen Partnern wie dem Institut für historische Forschung (London).
Zu den zentralen Aufgaben gehören Editionen, biografische Forschungen und stadtgeschichtliche Studien, vergleichbar mit Projekten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften oder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Forschungsschwerpunkte sind die Verwaltungsgeschichte von Preußen, die Sozial- und Kulturgeschichte von Berlin in der Frühen Neuzeit und Moderne, die Biographik politischer Akteure sowie die Erforschung von Institutionen wie der Berliner Senat und der Polizeipräsidium Berlin. Die Kommission betreut Quelleneditionen zu Magistraten, Kirchen und Adelsfamilien ähnlich den Arbeiten der Vossische Zeitung-Historiker oder der Göttinger Digitalisierungszentrum-Projekte, führt prosopographische Studien zu Funktionsträgern durch und erstellt Register zu Aktenbeständen des Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Außerdem arbeitet sie zu Themenfeldern, die in Verbindung stehen mit Forschungseinrichtungen wie dem Bundesarchiv, dem Deutschen Historischen Museum und dem Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Die Kommission gibt umfangreiche Reihen und Einzeltitel heraus, unter anderem Biographien, Quelleneditionen und Sammelbände, vergleichbar in Umfang und Qualität mit den Publikationsprogrammen der Historische Kommission für Hessen, der Commission internationale de coopération intellectuelle-Wirkungslinien und von Fachtiteln der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Bekannte Reihen umfassen prosopographische Nachschlagewerke, Quellentexte zu Magistratsprotokollen und Festschriften zu Jubiläen von Institutionen wie dem Berliner Dom oder der Universität zu Berlin. Zu den Herausgebern gehören renommierte Historiker, die auch bei Verlagen wie Duncker & Humblot, De Gruyter und S. Fischer Verlag publizieren, und die Publikationen werden in Bibliotheken wie der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Deutsche Nationalbibliothek geführt. Daneben erscheinen Aufsätze in Sammelbänden und Periodika, Kooperationen bestehen mit der Zeitschrift des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge und regionalen Fachzeitschriften.
Die Kommission ist als Kollegialgremium organisiert mit einem Vorsitz, Stellvertretung und einem Beirat, ähnlich strukturiert wie die Gremien der Kommission für Neuere Geschichte Deutschlands. Zu den Mitarbeitenden zählen festangestellte wissenschaftliche Mitarbeiter, freie Editionsleiter, Bibliothekare und ehrenamtliche Gutachter, viele mit Professuren an Einrichtungen wie der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin oder der Universität Potsdam. Ehemalige Vorsitzende und Herausgeber stehen in einer Traditionslinie mit Historikern, die auch für die Historische Kommission für Westfalen oder das Institut für Zeitgeschichte tätig waren. Die Kommission pflegt Austauschprogramme mit dem Institut für Europäische Geschichte und mit internationalen Forschungseinrichtungen, wodurch Forscher aus dem Ausland etwa von der University of Oxford, der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und der Columbia University eingebunden werden.
Finanziert wird die Arbeit durch Fördermittel staatlicher Einrichtungen wie dem Land Berlin und durch Zuwendungen institutioneller Förderer wie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und privater Mäzene aus dem Umfeld von Stiftungen wie der Körber-Stiftung. Projektförderung erfolgt projektbezogen in Kooperation mit Bibliotheken, Archiven und Museen, etwa dem Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, dem AlliiertenMuseum und dem Haus der Kulturen der Welt, sowie durch Kooperationsverträge mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Internationale Projekte werden teilweise durch EU-Programme und bilaterale Abkommen mit Institutionen wie dem British Academy unterstützt.
Die Kommission organisiert Tagungen, Workshops, Vortragsreihen und Ausstellungsbegleitungen in Zusammenarbeit mit Häusern wie dem Deutschen Historischen Museum, dem Käthe-Kollwitz-Museum und dem Jüdisches Museum Berlin, außerdem Symposien zu Themen der Stadtgeschichte, zu Magistratshandeln und zu Biographik. Langfristige Editionsprojekte und Digitalisierungsinitiativen laufen in Partnerschaft mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte, der Staatsbibliothek zu Berlin und Digitalisierungszentren an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Kommission beteiligt sich an öffentlichen Vermittlungsformaten, Lecture Series und interdisziplinären Forschungsprojekten, koordiniert Quellenerschließung in Archiven wie dem Landesarchiv Berlin und führt Forschungswerkstätten mit Nachwuchswissenschaftlern durch.
Die Kommission beeinflusst die regionale und nationale Geschichtsschreibung durch maßgebliche Editionen, prosopographische Register und fachliche Standards, vergleichbar in Wirkung mit Einrichtungen wie der Monumenta Germaniae Historica und der Bayerische Akademie der Wissenschaften. Ihre Publikationen dienen als Grundlagenwerke für Forschungen zu Persönlichkeiten, Institutionen und stadtgeschichtlichen Entwicklungen und werden in Universitätslehrveranstaltungen an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin sowie in der internationalen Forschung rezipiert. Die Netzwerke der Kommission stärken die Zusammenarbeit zwischen Archiven, Bibliotheken und Museen und tragen zur öffentlichen Erinnerungskultur in Einrichtungen wie dem Museumsinsel-Ensemble und dem Berliner Rathaus bei.
Category:Historische Kommissionen Category:Geschichtsforschung in Berlin