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| Freie Akademie der Künste | |
|---|---|
| Name | Freie Akademie der Künste |
| Established | 20. Jahrhundert |
| Location | Berlin, Deutschland |
| Type | Akademie |
Freie Akademie der Künste ist eine unabhängige Institution der bildenden Künste und darstellenden Künste mit Sitz in Berlin, die sich der Förderung von zeitgenössischer Kunst, interdisziplinärem Austausch und künstlerischer Forschung widmet. Die Akademie verbindet Positionen aus der Malerei, Skulptur, Fotografie, Performance, Musik und Literatur sowie aus Architektur- und Designfeldern und tritt in Dialog mit internationalen Partnern wie der Akademie der Künste (Berlin), der École nationale supérieure des Beaux-Arts und dem Tate Modern. Gründungsmitglieder und langjährige Fellows stammen aus Netzwerken, die auch zu Institutionen wie der Berliner Philharmonie, dem Museum of Modern Art, der Galerie nationale du Jeu de Paume und der Biennale di Venezia Beziehungen pflegen.
Die Entstehung der Akademie geht zurück auf Initiativen in den späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts, inspiriert von Modellen wie der Royal Academy of Arts, der Académie des Beaux-Arts und der Akademie der Künste (Berlin). In frühen Phasen standen Debatten um Förderstrukturen ähnlich jenen bei der Staatlichen Kunsthalle, beim Künstlerhaus Bethanien und bei der Documenta im Vordergrund; Gründungsakteure rekrutierten sich aus Kreisen, die zuvor an Projekten am Haus der Kulturen der Welt, in der Schaubühne und im Deutschen Historischen Museum beteiligt waren. Bedeutende Jahre der Konsolidierung fielen mit Kooperationen, die an Ausstellungen in der Hamburger Bahnhof-Sammlung und an Programmen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz anschlossen.
Die Organisationsstruktur orientiert sich an Modellen wie der Académie royale de Belgique und der American Academy of Arts and Letters: Ein Direktorenrat koordiniert Programme, KuratorInnen und Fellowships, während ein Beirat Gespräche mit VertreterInnen der Europäischen Kommission, der Kulturstiftung des Bundes und der Goethe-Institut vermittelt. Mitgliederliste umfasst bildende Künstler, Komponisten, Schriftsteller, ArchitektInnen und KuratorInnen, die auch an Institutionen wie dem Staatliche Museen zu Berlin, dem Centre Pompidou, der Royal Academy of Arts und der Serpentine Galleries tätig sind. Zu den Fellows und Gästen zählten Persönlichkeiten, die Verbindungen zu Preisen wie dem Turner Prize, dem Pritzker Prize, dem Pulitzer Prize und dem Leipziger Buchpreis haben.
Ziel ist die Förderung von künstlerischer Praxis und Forschung in Kontakten zu internationalen Netzwerken wie der European Cultural Foundation, der UNESCO und der Arts Council England. Aktivitäten umfassen Residenzen, Symposien, Workshops und Stipendien, die mit Projekten der Biennale di Venezia, der Documenta, dem Venice Biennale-Programm und Ausstellungen in der Neue Nationalgalerie verwoben sein können. Die Akademie fördert Austauschprogramme mit Hochschulen wie der Universität der Künste Berlin, der Bauhaus-Universität Weimar, der Central Saint Martins und der Columbia University School of the Arts.
Projektarbeit reicht von Einzelstipendien über kuratorische Reihen bis zu internationalen Kooperationsausstellungen mit Partnern wie der Tate Modern, dem Museum of Contemporary Art Chicago, der Kunsthalle Basel und dem Centro Cultural de Belém. Kooperationen umfassen künstlerische Forschungsprojekte mit Institutionen wie der Max-Planck-Gesellschaft, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Zentrum für Kunst und Medien sowie interdisziplinäre Formate mit Theaterhäusern wie der Deutsche Oper Berlin und Festivals wie dem Transmediale und dem Festival d'Avignon. Langfristige Projekte beinhalteten Ausstellungsreihen, Katalogproduktionen und internationale Austauschprogramme, die Parallelen zu Programmen der Kunststiftung NRW und der Federal Cultural Foundation aufweisen.
Publikationen umfassen Ausstellungskataloge, Forschungsberichte und Serien, die mit Verlagen wie dem Taschen Verlag, dem Sternberg Press und dem Hatje Cantz realisiert werden; Katalogtexte und Monographien entstanden in Zusammenarbeit mit AutorInnen und KuratorInnen, die auch in Zusammenhängen der Frankfurter Buchmesse, des Salzburger Festspiele-Programms und des Prix Marcel Duchamp publizieren. Ausstellungsorte reichten von institutionellen Räumen wie der Neue Nationalgalerie, dem Kunstverein Hamburg und der Kestner Gesellschaft bis zu internationalen Präsentationen in der Palais de Tokyo, dem Guggenheim Museum Bilbao und dem Kunstmuseum Basel.
Die Finanzierungsstruktur kombiniert Fördermittel von Stiftungen wie der Kulturstiftung des Bundes, der Robert Bosch Stiftung und der Körber-Stiftung mit Projektförderungen durch die Europäische Union und Sponsoring durch Stiftungen und Mäzene, ähnlich den Modellen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Deutschen Nationaltheaters. Rechtlich operiert die Akademie in Anlehnung an Trägerformen wie eingetragene Vereine und gemeinnützige GmbHs, wie sie bei der Kulturstiftung des Bundes und beim Bundeskanzleramt üblich sind, und arbeitet mit SteuerberaterInnen und RechtsanwältInnen, die Erfahrungen mit Kulturinstitutionen wie dem Städel Museum und der Kulturstiftung der Länder haben.
In der Kunstszene wird die Akademie in Dialogen mit Institutionen wie der Documenta, dem Venice Biennale und dem Art Basel diskutiert; Kritik und Würdigung erfolgten in Fachmedien und Kulturteilen der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, der Die Zeit, des Monopol (Magazin) und der Artforum. Ihr Einfluss zeigt sich in Fördernetzwerken, der Karriereentwicklung von Fellows und in gemeinsamen Programmen mit Galerien wie der Galerie Thaddaeus Ropac, der Gagosian Gallery und der David Zwirner Gallery, wodurch die Akademie zur Vernetzung zwischen lokalen und internationalen Kunstakteuren beiträgt.
Category:Kulturelle Organisationen