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| Fonds Darstellende Künste | |
|---|---|
| Name | Fonds Darstellende Künste |
| Native name | Fonds Darstellende Künste |
| Formation | 2012 |
| Headquarters | Frankfurt am Main |
| Region served | Germany |
| Leader title | Geschäftsführung |
Fonds Darstellende Künste
Der Fonds Darstellende Künste ist eine deutsche Förderinstitution für die freie Szene der darstellenden Künste, die in der Nachfolge von staatlichen und privaten Stiftungen steht; gegründet 2012, verknüpft sie Akteure aus dem Theaterbereich mit Programmen und Netzwerken. Träger und Partner umfassen Akteurinnen und Akteure wie die Kulturstiftung des Bundes, das Land Hessen, das Bundesministerium für Kultur und nationale Institutionen; sie wirkt zugleich in Austauschfeldern mit Festivals, Häusern und internationalen Plattformen.
Die Entstehung des Fonds knüpft an Debatten nach Institutionenreformen wie bei der Kulturstiftung des Bundes, an Fördermodelle der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und an Initiativen von Akteuren um den Deutschen Bühnenverein, den Rat für die Künste und regionale Kulturministerien. Gründungsjahre und Reformphasen reflektieren Vorgänge ähnlich denen um das Festival d'Avignon, die Biennale di Venezia, die Edinburgh Festival Fringe, das Festival TransAmériques und die Ruhrtriennale; Fördermodelle ähneln Programmen von der Stiftung Mercator, der Robert Bosch Stiftung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Stiftung Niedersachsen. Schlüsselpersonen und Gremien orientierten sich an Erfahrungen von Intendanten, Kuratoren und Produzenten, wie sie in Institutionen wie der Schaubühne, dem Berliner Ensemble, dem Schauspielhaus Zürich, dem Nationaltheater Mannheim und dem Münchner Residenztheater gesammelt wurden.
Zu den zentralen Aufgaben gehören Projektförderung, Residenzförderung, Rechercheförderung, Strukturförderung und Innovationsförderung, vergleichbar mit Programmen von der Stiftung Kulturserver, der Akademie der Künste, der VolkswagenStiftung, der Stiftung Preußische Seehandlung und der Kulturstiftung des Bundes. Förderlinien richten sich an freie Gruppen, Produzentinnen, Kompanien und Einzelkünstler, die mit Häusern wie dem Hebbel am Ufer, dem Schauspiel Köln, dem Staatstheater Stuttgart, dem Deutschen Schauspielhaus und dem Düsseldorfer Schauspielhaus kooperieren. Programme zielen auf internationale Koproduktionen, Stückentwicklungen, Tourneen und Vermittlungsprojekte mit Partnern wie dem Goethe-Institut, dem Institut Français, dem British Council, dem Goethe-Institut Rom und dem Centro Dramatico Nacional. Weitere Bestandteile sind Stipendien, Fellowship-Programme, Juryverfahren und Monitoring-Mechanismen, die Parallelen zu Auswahlverfahren der European Cultural Foundation, der Robert Bosch Stiftung, der Goethe-Institute und der European Commission Creative Europe aufweisen.
Organisatorisch ähnelt die Struktur intellektuellen Modellen von Stiftungen wie der Kulturstiftung des Bundes, der Stiftung Mercator, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Kulturstiftung der Länder; Vorstand, Geschäftsführung und beratende Gremien arbeiten mit Expertinnen aus Theatern, Festivals, Universitäten und Forschungsinstituten wie der Universität der Künste Berlin, der HfMT Hamburg, der Universität Bayreuth und der Ludwig-Maximilians-Universität München zusammen. Finanzierungsquellen umfassen öffentliche Mittel aus Bundesministerien, Landesfonds wie dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Zuschüsse von Stiftungen wie der ZEIT-Stiftung, Crowdfunding-Initiativen, Projektpartnerschaften mit Unternehmen ähnlich der Deutschen Bank Stiftung und Drittmittel von Programmen wie Creative Europe, der Kulturstiftung des Bundes und privaten Mäzenaten.
Der Fonds stärkt die freie Szene, indem er Sichtbarkeit, Infrastruktur und Netzwerke fördert und damit Wirkungen ähnlich denen von Förderinstrumenten der European Cultural Foundation, der British Council, der Stiftung Mercator, der Kulturstiftung des Bundes und des Goethe-Instituts erzeugt. Durch Förderung von Produktionen, Tourneen und Residenzen beeinflusst er Spielpläne von Häusern wie dem HAU Hebbel am Ufer, dem Ballhaus Naunynstraße, dem Sophiensaele, dem Kampnagel und dem Theater Bremen sowie Festivals wie der Ruhrtriennale, dem Theatertreffen, den Wiener Festwochen und der Festspiele Zurich. Für Künstlerinnen und Kollektive entstehen Kapazitäten zur internationalen Vernetzung mit Partnern wie dem Festival d'Avignon, der Biennale Teatro di Venezia, dem Kunstenfestivaldesarts, dem Festival TransAmériques und dem Brooklyn Academy of Music.
Kooperationen des Fonds bestehen mit nationalen Partnern wie dem Deutschen Bühnenverein, der Kulturstiftung des Bundes, den Landes-Kulturräten, dem Goethe-Institut und mit internationalen Netzwerken wie der European Theatre Convention, IETM, Performing Arts Hub Japan, internationale Produzentennetzwerke und Festivalkooperationen mit dem Edinburgh Festival Fringe, der Biennale di Venezia, dem Festival d'Avignon und dem Kunstenfestivaldesarts. Netzwerkbildung umfasst Partnerschaften mit Universitäten, Forschungszentren und Produktionshäusern wie der HfS Ernst Busch, der Zürcher Hochschule der Künste, dem Conservatoire National Supérieur d'Art Dramatique und dem Royal Central School of Speech and Drama sowie transnationalen Initiativen wie Creative Europe, der European Cultural Foundation und der Nordic Culture Point.
Kritische Debatten richten sich auf Fragen der Mittelverteilung, Transparenz, Kriterien offener Ausschreibungen und auf die Balance zwischen institutioneller Unterstützung und Residualförderung der freien Szene; solche Diskussionen erinnern an Kontroversen um die Kulturstiftung des Bundes, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Kulturpolitik der Länder und Debatten beim Deutschen Kulturrat. Weitere Kritikpunkte betreffen Selektionsverfahren, Machtverhältnisse zwischen Häusern und freien Gruppen, die Repräsentation marginalisierter Gruppen sowie die Wirkung nationaler Förderpolitik gegenüber internationalen Förderern wie der European Commission, dem British Council und internationalen Festivals. Kontroversen tauchen ebenfalls auf in Auseinandersetzungen um evaluation practices, Fallbeispiele vergleichbar mit öffentlichen Debatten um die Ruhrtriennale, die Biennale di Venezia, das Theatertreffen und institutionelle Reformprozesse.
Category:Theatre in Germany