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| Deutscher Archäologenverband | |
|---|---|
| Name | Deutscher Archäologenverband |
| Native name | Deutscher Archäologenverband |
| Formation | 1969 |
| Type | Berufsverband |
| Headquarters | Berlin |
| Region served | Deutschland |
| Membership | Archäologinnen und Archäologen, Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger |
| Leader title | Vorsitz |
Deutscher Archäologenverband
Der Deutscher Archäologenverband ist ein deutscher Berufsverband für Archäologinnen und Archäologen, Denkmalpflege und Kulturwissenschaften, der in Berlin ansässig ist und sich in bundesdeutschen und europäischen Debatten zu Archäologie, Bodendenkmalpflege und Kulturerbe einbringt.
Der Verband entstand 1969 in einem Umfeld, das von Debatten um das Deutsche Reich nicht geprägt war, sondern vielmehr von institutionellen Reformen nach dem Zweiten Weltkrieg, der Bundesrepublik Deutschland und der Gründung der Europäische Union-nahen Austauschformate wie im Rahmen der Council of Europe-Initiativen; frühe Gründungsmitglieder stammten aus Archäologischen Instituten der Humboldt-Universität zu Berlin, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Heidelberg, der Universität Leipzig und der Freie Universität Berlin. In den 1970er Jahren wirkte der Verband in Kontroversen mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Umfeld der Deutschen Demokratischen Republik-Restitutionsfragen, der Bundesrepublik Deutschland-Denkmalschutzgesetzgebung und Kooperationen mit Institutionen wie dem Römisch-Germanisches Zentralmuseum, dem Deutschen Archäologischen Institut und dem Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Später prägten Zusammenarbeit mit europäischen Partnern wie dem International Council on Monuments and Sites und Reaktionen auf Programme der UNESCO sowie Debatten um die Convention for the Protection of the Archaeological Heritage seine Entwicklung.
Die Struktur des Verbandes beruht auf einem Vorstand, Delegiertenversammlungen und Arbeitsgruppen, in denen Vertreterinnen und Vertreter aus Universitäten wie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem Institut für Klassische Archäologie an der Universität Bonn sowie Berufsfeldern aus dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen und dem Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege mitwirken; die Organe kooperieren mit Gremien wie dem Deutschen Museumsbund und Verbänden wie dem Verband Deutscher Archäologen in Arbeitskreisen. Die Satzung regelt Wahlperioden, Ausschüsse und Fachgruppen, und die Geschäftsstelle pflegt Kontakte zu Ministerien wie dem Bundesministerium für Kultur und Medien sowie zu Stiftungen wie der Kulturstiftung der Länder.
Der Verband setzt sich für berufliche Standards, Tariffragen und berufliche Perspektiven ein und vertritt Mitglieder gegenüber Institutionen wie der Deutsche Forschungsgemeinschaft, dem Bundesamt für Kultur und den Landesministerien, fördert Veröffentlichungen in Reihen wie der Archäologischen Mitteilungen und beteiligt sich an Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben wie dem Bundesnaturschutzgesetz-bezogenen Anwendungen im Bereich Feldarchäologie. Er zielt auf Förderung von Archäologischem Erhalt, wissenschaftlicher Methodik und Ethik in Kooperation mit dem ICOMOS-Netzwerk, auf Qualitätssicherung in Ausgrabungen ähnlich denen des Limes-Projekts und auf Verbesserung der Arbeitsbedingungen gegenüber Behörden wie dem Statistischen Bundesamt bei Personalfragen.
Mitglieder kommen aus akademischen Zentren wie der Universität Tübingen, der Universität Köln, der Universität Freiburg und dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, von Landesämtern wie dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg sowie aus Museen wie dem Pergamonmuseum, dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und dem Germanisches Nationalmuseum. Berufsgruppen umfassen Feldarchäologinnen und Feldarchäologen, Restauratorinnen und Restauratoren, Praehistorikerinnen und Praehistoriker, Klassische Archäologinnen und Klassische Archäologen, Mittelalterarchäologinnen und Mittelalterarchäologen sowie Kulturerbe-Managerinnen und Kulturerbe-Manager, die mit Ausbildungsorten wie der Technische Universität Berlin und der Universität Hamburg verbunden sind.
Der Verband organisiert Kampagnen, Tagungen und Publikationen in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Deutsches Archäologisches Institut, dem Landesmuseum Württemberg, dem Rheinischen Landesmuseum Bonn und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz; er fördert Projekte zur Vermittlung an Schulen in Kooperation mit dem Deutscher Lehrerverband-nahen Initiativen und präsentiert archäologische Forschung auf Veranstaltungen wie der Europäische Archäologietage und in Medienpartnerschaften mit dem Deutschen Presse-Agentur-Netzwerk. Öffentlichkeitsarbeit umfasst Pressemitteilungen, Positionen zu Grabungsprojekten wie am Heuneburg-Fundplatz, und Beiträge zu Ausstellungskooperationen mit dem British Museum, dem Musée du Louvre und dem Smithsonian Institution.
Der Verband unterstützt Forschungsvorhaben durch Netzwerke mit Forschungseinrichtungen wie dem Deutsches Archäologisches Institut, dem Max-Planck-Institut für Geschichte und Förderprogrammen der Deutsche Forschungsgemeinschaft; er organisiert Fortbildungen, Workshops und Summer Schools in Kooperation mit Universitäten wie der Universität Bonn, der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Zentrum für Archäologie und Denkmalpflege Nordrhein-Westfalen, sowie mit Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte.
Auf internationaler Ebene kooperiert der Verband mit Organisationen wie dem European Association of Archaeologists, dem International Council on Monuments and Sites, dem UNESCO-Sekretariat, dem International Union for Prehistoric and Protohistoric Sciences und nationalen Partnern wie dem British Archaeological Association, dem Société Préhistorique Française und der Sociedad Española de Arqueología; gemeinsame Projekte betreffen Grabungskooperationen, studentische Austauschprogramme mit der Universität Cambridge und der Universidad Complutense de Madrid sowie Stellungnahmen zu Repatriierungsthemen im Dialog mit Museen wie dem British Museum und dem Rijksmuseum.
Category:Archäologieorganisationen