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Deutsche Sektion der UNESCO

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Deutsche Sektion der UNESCO
NameDeutsche Sektion der UNESCO
Native nameDeutsche Sektion der UNESCO
Formation1949
TypeNichtregierungsorganisation
PurposeFörderung der Ziele der UNESCO in Deutschland
HeadquartersBonn
Region servedDeutschland
LanguageDeutsch

Deutsche Sektion der UNESCO Die Deutsche Sektion der UNESCO ist eine nationale Nichtregierungsorganisation, die sich der Vermittlung und Umsetzung der Ziele der UNESCO in Deutschland widmet. Sie fungiert als Brücke zwischen internationalen Programmen wie dem Welterbe, der UNESCO-Welterbekonvention und nationalen Akteuren wie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Auswärtiges Amt sowie wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. In Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Deutschen UNESCO-Kommission und kulturellen Partnern wie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz fördert sie Projekte in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Bildung.

Geschichte

Die Ursprünge der Deutschen Sektion liegen im unmittelbaren Nachkriegszeitraum, zeitgleich mit der Gründung der UNESCO und parallelen Initiativen wie der Nationale Kommission für UNESCO-Angelegenheiten in verschiedenen Staaten. In den 1950er Jahren arbeitete die Sektion eng mit der UNICEF-Vertretung in Deutschland und mit Bildungsinstitutionen wie der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München an Wiederaufbauprogrammen. Während des Kalten Krieges gab es Austauschprojekte mit Organisationen wie der Goethe-Institut und dem British Council, später intensive Kooperationen nach der Wiedervereinigung mit Ministerien wie dem Bundesministerium des Innern und Wissenschaftszentren wie der Fraunhofer-Gesellschaft. Bedeutende Meilensteine umfassen Beiträge zur Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention in historischen Stätten wie Speyerer Dom und Schloss Sanssouci, sowie Initiativen zur Förderung von Programmen der Weltdokumentenerbe-Liste.

Organisation und Struktur

Die Sektion ist strukturiert als föderales Netzwerk aus Landes- und Stadtgruppen, verbunden mit nationalen Arbeitsgruppen und Themennetzwerken. Leitende Organe kooperieren mit Stellen wie dem Deutschen Bundestag-Ausschuss für Kultur und Medien und mit Vertretern aus Institutionen wie dem Städel Museum und der Stiftung Deutsches Technikmuseum. Gremien bilden Arbeitsgruppen zu Bereichen wie dem Welterbe, der Biokulturellen Vielfalt und dem Man and the Biosphere Programme, in denen Experten von Universitäten wie der Humboldt-Universität zu Berlin und Forschungseinrichtungen wie dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung mitwirken. Die Geschäftsführung koordiniert Programme in Kooperation mit Stiftungen wie der Körber-Stiftung und Netzwerken wie dem European Cultural Foundation.

Aufgaben und Programme

Zu den Kernaufgaben zählen die Förderung der UNESCO-Programme, öffentliche Bildungskampagnen, wissenschaftliche Forschung und Beratung für politische Entscheidungsträger. Programme richten sich an Kulturinstitutionen wie dem Deutschen Historischen Museum und der Sächsischen Landesbibliothek, an Schulen im Rahmen von Initiativen wie dem PISA-Studie-Kontext und an Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit der Alexander von Humboldt-Stiftung. Weitere Schwerpunkte sind der Schutz kulturellen Erbes (Beispiele: Maßnahmen für Kölner Dom-Restaurierung), Unterstützung des Intangible Cultural Heritage durch lokale Initiativen und Teilnahme an globalen Initiativen wie den Sustainable Development Goals. Bildungsprogramme binden Partner wie die Bundeszentrale für politische Bildung, Medieninstitutionen wie dem Deutschen Rundfunk und NGOs wie Greenpeace bei Umweltbildungsprojekten.

Mitgliedschaft und Finanzierung

Die Mitgliedschaft umfasst Einzelpersonen, Fachleute aus Museen, Bibliotheken, Universitäten und Stiftungen sowie kommunale Vertreter aus Städten wie Hamburg, München und Köln. Fördermitglieder sind oft Unternehmen und Stiftungen wie der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Mercator. Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Projektzuwendungen von Institutionen wie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, Fördermittel der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Kooperationen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt für wissenschaftliche Projekte. Projektbezogene Drittmittel kommen außerdem von Einrichtungen wie der Deutschen UNESCO-Kommission und internationalen Programmen der UNESCO.

Zusammenarbeit mit UNESCO und internationalen Partnern

Die Sektion arbeitet eng mit der Generalkonferenz der UNESCO und der UNESCO-Regionalbüro-Struktur zusammen und beteiligt sich an internationalen Konferenzen wie der Konferenz der Vertragsstaaten. Internationale Partnerschaften bestehen mit nationalen Kommissionen anderer Staaten wie der UNESCO National Commission for the United Kingdom und Institutionen wie der International Council on Monuments and Sites (ICOMOS), der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) und der International Council of Museums (ICOM). Kooperationen mit multilateralen Organisationen wie der Europäischen Union und bilaterale Projekte mit Ländern wie Frankreich, Polen und Japan stärken Austauschprogramme in Bereichen wie dem World Heritage Site-Management und der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

Projekte und Auswirkungen in Deutschland

Konkrete Projekte umfassen Mitwirkung an Nominierungen für die UNESCO-Welterbeliste (z. B. historische Ensembles), Unterstützung bei Programmen des Man and the Biosphere Programme in Biosphärenreservaten wie dem Biosphärenreservat Rhön, Bildungsinitiativen an Schulen in Städten wie Berlin und Leipzig sowie digitale Archive in Kooperation mit Bibliotheken wie der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Sektion beeinflusst politische Debatten durch Gutachten für Institutionen wie das Bundesamt für Naturschutz und trägt zur Sensibilisierung durch Ausstellungen in Museen wie dem Germanisches Nationalmuseum. Langfristige Auswirkungen zeigen sich in gestärkten Netzwerken zwischen Akteuren wie der Kultusministerkonferenz, akademischen Institutionen wie der Technischen Universität Dresden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die zur lokalen Implementierung von UNESCO-Normen beitragen.

Category:Kulturorganisationen (Deutschland) Category:UNESCO