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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen

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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen
NameDeutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen
Formation19XX
TypeNon-profit, NGO
HeadquartersBerlin
Region servedGermany, Europe
Leader titlePräsident

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen is a German non-governmental organization dedicated to promoting the aims of the United Nations and public understanding of multilateralism in Germany. It engages with institutions such as the Bundestag, the Auswärtiges Amt, the Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa and international bodies like the UN Security Council and the UN Human Rights Council through research, advocacy and public events. The society maintains ties with think tanks, academic institutions and civil society networks including the Hertie School, the Freie Universität Berlin, the Konrad-Adenauer-Stiftung and the European Council on Foreign Relations.

Geschichte

Die Gründung erfolgte in der Nachkriegszeit im Kontext von Debatten um die Aufnahme in die Vereinte Nationen, parallelen Initiativen wie der Deutsche Atlantische Gesellschaft und internationalen Organisationen wie der League of Nations Nachfolge. Frühere Perioden sind geprägt durch Kontakte zu Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Willy Brandt und Hans-Dietrich Genscher sowie durch Auseinandersetzungen mit Ereignissen wie der Kubanische Raketenkrise, dem Kalter Krieg und der deutschen Wiedervereinigung 1990. Die Gesellschaft wirkte in Phasen der europäischen Integration, etwa beim Vertrag von Maastricht und beim NATO-Beitritt der Bundesrepublik Deutschland, und kooperierte mit Forschungsinstitutionen wie dem Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit.

Struktur und Organisation

Die Satzung regelt Organe wie den Vorstand, die Geschäftsführung und regionale Gruppen sowie Gremien für thematische Arbeit, ähnlich strukturiert wie die International Crisis Group oder der Council on Foreign Relations. Sitz und Geschäftsstelle befinden sich in Berlin, mit Landesgruppen in Städten wie Hamburg, München, Köln und Leipzig. Die Gesellschaft unterhält Arbeitsgruppen zu Themen der UN-Kinderrechtskonvention, des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags, der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens, koordiniert durch Fachreferenten und Ehrenamtliche aus Instituten wie der Max-Planck-Gesellschaft und der Leopoldina.

Aufgaben und Aktivitäten

Zu den Kerntätigkeiten zählen Informationsveranstaltungen über das UN-Menschenrechtskommissariat, Stellungnahmen zur Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten aus dem Weltwirtschaftsforum, der Weltgesundheitsorganisation und der UNICEF, sowie die Ausrichtung von Podien zu Themen wie Friedenssicherung, Klimapolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Die Gesellschaft organisiert Delegationen zu Sitzungen der UN General Assembly, führt Seminare zu Verträgen wie dem Genfer Abkommen und berät Parlamente in Fragen der Ratifizierung von Übereinkommen wie dem Übereinkommen über biologische Vielfalt. Kooperationen bestehen mit NGOs wie Amnesty International, Human Rights Watch und dem International Committee of the Red Cross.

Publikationen und Bildungsarbeit

Herausgegeben werden Studien, Policy Papers und Unterrichtsmaterialien zu Themen der Sicherheitsratreform, der Entwicklungszusammenarbeit und der Menschenrechte; diese werden in Zusammenarbeit mit Universitäten wie der Humboldt-Universität zu Berlin und Forschungseinrichtungen wie dem European Union Institute for Security Studies erstellt. Bildungsprojekte richten sich an Schulen, Universitäten und die Zivilgesellschaft, mit Programmen zu Dokumenten wie der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, dem Kinderrechtskonvention-Material sowie Lehrmaterial zu historischen Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung der Vereinten Nationen. Die Publikationsreihe bezieht Beiträge von Expertinnen und Experten aus dem Umfeld von Institutionen wie der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und dem Bertelsmann Stiftung.

Zusammenarbeit und Netzwerke

Die Gesellschaft ist Teil nationaler und internationaler Netzwerke, kooperiert mit Organisationen wie der United Nations Association of the United Kingdom, der United Nations Association of the USA und dem European Movement International, sowie mit Forschungsnetzwerken wie dem Global Governance Programme und dem Transatlantic Dialogue. Partnerschaften bestehen zu multilateralen Institutionen wie der Europäischen Union, der OSZE und UN-Agenturen wie dem UN Development Programme und dem UN Women. Lokale Kooperationen verbinden die Gesellschaft mit kommunalen Verwaltungen, Universitäten und zivilgesellschaftlichen Trägern wie dem Deutscher Kulturrat.

Finanzierung und Mitgliedschaft

Finanziell stützt sich die Tätigkeit auf Mitgliedsbeiträge, Fördermittel von Stiftungen wie der Stiftung Mercator und der Robert Bosch Stiftung, Projektförderungen durch Ministerien wie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Zuwendungen von EU-Programmen. Die Mitgliedschaft steht Privatpersonen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden sowie Institutionen offen; Mitglieder kommen aus Kreisen wie der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, der Bundeswehr (ehemalige Offiziere in zivilen Funktionen) und der privaten Wirtschaft, etwa aus Unternehmen wie Siemens und Deutsche Bank.

Wirkung und Kritik

Die Gesellschaft wird für ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung multilateralistischer Positionen gelobt und für Einflussnahme bei Debatten um EU-Verteidigungspolitik, die Reform des UN-Sicherheitsrats und Fragen der Klimapolitik gewürdigt. Kritik richtet sich gelegentlich auf Nähe zu politischen Stiftungen wie der Friedrich-Ebert-Stiftung oder auf mangelnde Diversität in Gremien, wie sie auch bei Institutionen wie der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik diskutiert wird. Weitere Kontroversen betreffen Prioritätensetzungen bei Interventionen, Kooperationen mit internationalen Akteuren wie der NATO sowie Transparenzfragen gegenüber Parlamenteinrichtungen wie dem Bundestagsausschuss für Auswärtige Angelegenheiten.

Category:Non-profit organisations based in Germany Category:International relations organizations