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| Denkmalliste Baden-Württemberg | |
|---|---|
| Name | Denkmalliste Baden-Württemberg |
| Location | Baden-Württemberg, Deutschland |
| Type | Denkmalliste |
Denkmalliste Baden-Württemberg Die Denkmalliste Baden-Württemberg ist das schriftliche, kommunal und staatlich geführte Verzeichnis geschützter Kulturdenkmale in Baden-Württemberg mit Einträgen zu Bauwerken, Bodendenkmalen, Gartendenkmalen und technikgeschichtlichen Anlagen. Sie dient der Dokumentation, rechtlichen Sicherstellung und wissenschaftlichen Erfassung von Einzeldenkmälern, Ensembles und historischen Landschaften im Land, wie sie in Landesrecht, kommunaler Praxis und in Beständen von Archiven und Museen auftauchen.
Die rechtliche Grundlage bildet das Denkmalschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg in Verbindung mit Zuständigkeitsregelungen auf Ebene der Landkreise in Baden-Württemberg, kreisfreien Städte in Baden-Württemberg und Kommunen wie Stuttgart, Karlsruhe (Stadt), Mannheim, Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Weitere Rechtsquellen und institutionelle Bezüge bestehen zu Bundesgesetzen wie dem Kulturhauptstadt Europas-Rahmen, europäischen Regelungen wie der UNESCO-Konvention zum Schutz des Kulturerbes, dem Bundesamt für Naturschutz, dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz und dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg. Beteiligte Behörden sind beispielsweise das Innenministerium Baden-Württemberg und das Finanzministerium Rheinland-Pfalz (in grenzüberschreitenden Kooperationsfragen), daneben agieren Organisationen wie der Deutsche Städtetag, der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland und die DGUF.
Die Denkmalliste gliedert sich typischerweise in Einträge zu Einzeldenkmalen, Denkmalzonen und Bodendenkmalen mit Angaben zu Lage, Beschreibung, Historie und Schutzstatus. Bezüge bestehen zu Sammlungen in Institutionen wie dem Landesmuseum Württemberg, dem Württembergischen Landesmuseum, dem Badischen Landesmuseum, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und regionalen Museen in Orten wie Konstanz, Pforzheim, Ulm und Tübingen. Fachliche Einordnungen orientieren sich an Klassifikationen, die auch in Publikationen zum Heidelberger Schloss, zur Residenzschloss Ludwigsburg, zur Schlossanlage Hohenzollern und zu Industriedenkmälern wie den Anlagen in Zollern II/IV wiederzufinden sind. Archäologische Befunde verknüpfen Einträge mit Grabungsergebnissen aus Projekten der Universität Freiburg, der Universität Tübingen und der Universität Heidelberg.
Verwaltungszuständigkeiten verteilen sich auf das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und die unteren Denkmalbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte, etwa in Stuttgart (Landkreis), Baden-Baden, Heilbronn und Reutlingen. Zusammenarbeit findet mit staatlichen Stellen wie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Baden-Württemberg) sowie mit Denkmalpflegern aus Institutionen wie der Technischen Universität Darmstadt (fachlicher Austausch) und Verbänden wie dem Deutschen Denkmalverein. Weitere Partner sind Landesarchive wie das Generallandesarchiv Karlsruhe und Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Denkmalschutz.
Die Eintragung erfolgt meist durch die untere Denkmalbehörde nach wissenschaftlicher Prüfung, Begutachtung durch das Landesdenkmalamt und ggf. durch Verordnung der kommunalen Vertretung, wie Stadträte in Karlsruhe (Stadt), Mannheim oder Heidelberg. Änderungsverfahren beziehen Gutachten von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Baugeschichte, Archäologie und Gartendenkmalpflege ein, etwa von Forscherinnen der Universität Stuttgart, der Bauhaus-Universität Weimar oder der TU München; Entscheidungen orientieren sich an Festlegungen des Kultusministeriums von Baden-Württemberg und an Vorgaben des Bundeskonservators. Beschwerde- und Beteiligungsrechte betreffen kommunale Gremien, Eigentümer und Vereine wie den Deutschen Werkbund und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
Schutzkategorien umfassen Einzeldenkmale, Ensembles, Bodendenkmale und Gartendenkmale; Bewertungsmethoden nutzen Kriterien aus Baugeschichte, Kunstgeschichte, Technikgeschichte und Archäologie, wie sie in Gutachten zu Orten wie dem Schloss Ludwigsburg, der Stiftskirche Tübingen, der Augustinerkirche Freiburg oder dem Römerkastell Rottweil angewandt werden. Typische Bewertungsparameter sind Authentizität, Integrität, Seltenheit und historische Bedeutung, die in Vergleichsstudien mit Denkmälern wie der Alten Brücke Heidelberg, dem Speyerer Dom, der Burg Hohenzollern und der Fagus-Werkes Alfeld reflektiert werden. Fachgremien ziehen Expertise von Institutionen wie dem Deutschen Archäologischen Institut, der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger und dem ICOMOS-Netzwerk hinzu.
Zugänglichkeit und Nutzung der Denkmalliste erfolgen über kommunale Listen, Portale des Landes Baden-Württemberg und digitale Angebote von Einrichtungen wie dem Landesarchiv Baden-Württemberg, der Stadtverwaltung Stuttgart und dem LBS Landesamt für Denkmalpflege. Digitalisierungsprojekte verknüpfen Geodaten, historische Pläne und Fotodokumentation; Beispiele sind Kooperationen mit der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte und dem Zentrum für Kulturgutverluste. Forschungsprojekte an Universitäten wie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg oder der Universität Konstanz integrieren LIDAR-Daten, GIS-Systeme und 3D-Modelle von Bauwerken wie der Domkirche Freiburg und der Münsterkirche Ulm.
Bedeutende Einträge in Baden-Württemberg sind u. a. Schlösser und Burgen wie Schloss Heidelberg, Residenzschloss Ludwigsburg, Burg Hohenzollern; Sakralbauten wie der Speyerer Dom, die Münsterkirche Ulm und die Stiftskirche Tübingen; Stadträume und Ensembles wie die Altstädte von Freiburg im Breisgau, Tübingen, Esslingen am Neckar und Rothenburg ob der Tauber (grenzüberschreitende Kontexte); Industrie- und Technikdenkmale wie das Fagus-Werk Alfeld, das Eisenbahnerbe in Heilbronn und das Zollern II/IV-Schloss; sowie Bodendenkmäler und archäologische Stätten wie das Römerkastell Rottweil, die prähistorischen Grabhügel im Schwäbische Alb-Raum und römische Relikte in Augusta Raurica und Kastell Saalburg. Kulturelle Trägerschaften und Schutzprojekte werden begleitet von Institutionen wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und internationalen Partnern wie UNESCO.
Category:Denkmalpflege in Baden-Württemberg