Generated by GPT-5-mini| Byzantinische Forschungen | |
|---|---|
| Titel | Byzantinische Forschungen |
| Sprache | Deutsch |
| Fachgebiet | Byzantinistik |
| Land | Deutschland |
| Erscheinungsjahr | 1940er–heute |
| Herausgeber | siehe Abschnitt |
Byzantinische Forschungen ist eine deutschsprachige Fachzeitschrift der Byzantinistik, die sich mit byzantinischer Geschichte, Kunstgeschichte, Philologie und Religionsgeschichte beschäftigt. Die Zeitschrift hat in der Forschung über das Byzantinische Reich, das Oströmische Kaiserreich, das Komnenenreich, die Makedonische Dynastie und byzantinische Nachfolgestaaten wesentliche Beiträge geliefert. Sie vernetzt Studien zu Quellen wie dem »Alexiad« von Anna Komnene, den Chroniken von Michael Psellos, den Schriften des Gregorios von Nazianz und Editionen zu Handschriften aus Bibliotheken wie der Vatikanische Bibliothek und der British Library.
Die Gründung der Zeitschrift erfolgte im Kontext der deutschen Byzantinistik nach dem Zweiten Weltkrieg mit Bezügen zu Forschungseinrichtungen wie der Deutsche Forschungsgemeinschaft, dem Deutsches Archäologisches Institut, der Universität Wien und der Universität Bonn. Frühere Beiträge bezogen sich auf Editionen von Autoren wie Theophanes Continuatus, Nikephoros Gregoras und Johannes Zonaras sowie auf Handschriftenrepertorien aus der Laurentianische Bibliothek, der Biblioteca Marciana und dem Staatsarchiv Venedig. Die Zeitschrift entwickelte redaktionelle Standards, die sich an internationalen Periodika wie Speculum, Revue des études byzantines und Byzantinische Zeitschrift orientierten und wissenschaftliche Debatten zu Themen wie Ikonoklasmus, dem Vierter Kreuzzug und byzantinisch‑osmanischen Kontakten förderten.
Zu den Herausgebern und Mitherausgebern gehörten Professoren und Forscher aus Institutionen wie der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität München, der Österreichische Akademie der Wissenschaften und der Universität Cambridge. Die redaktionelle Leitung arbeitete mit Bibliotheken und Archiven wie der Bayerische Staatsbibliothek, der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Archiv des Patriarchats von Konstantinopel zusammen. Publikationspartner und Verlage reichten von deutschen Fachverlagen bis zu internationalen Partnern wie dem Cambridge University Press, dem Brill Verlag und dem PUP (Princeton University Press), wobei Veröffentlichungsformate Monographien, Sammelbände und Peer‑Reviewed‑Aufsätze umfassten, die in Katalogen der Deutsche Nationalbibliothek nachweisbar sind.
Schwerpunkte liegen auf byzantinischer Diplomatie mit Akteuren wie Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos, Bulgarisches Reich und Arabisches Kalifat, auf Kirchengeschichte mit Bezug zu Konzil von Chalcedon, Patriarch von Konstantinopel und Mönchsväter sowie auf Kunstgeschichte mit Studien zu Mosaiken in Hagia Sophia, Fresken von Daphni-Kloster und Ikonenzyklen. Weitere Trends umfassen Editionsphilologie zu Autoren wie Procopius von Caesarea, sozialgeschichtliche Analysen zu städtischen Eliten in Konstantinopel, wirtschaftsgeschichtliche Studien zu Handelsnetzwerken in Venedig, sowie interdisziplinäre Zugänge mittels Archäologie der Kastellane von Pergamon, Numismatik mit Prägungen der Komnenen und Digital Humanities‑Projekte in Zusammenarbeit mit der Max‑Planck‑Gesellschaft.
Die Zeitschrift publizierte Aufsätze, die Debatten um die Datierung der Mosaiken in Ravenna, die Interpretation der Texte von Ioannes Skylitzes und die Analyse byzantinischer Rechtstexte wie dem Ecloga und dem Basilika vorantrieben. Einflussreiche Studien kombinierten Quellenkritik an Fragmenten von Theodosius II. und Editionen von Briefsammlungen wie denen des Patriarch Photios mit kunsthistorischen Untersuchungen zu Bauprojekten von Kaiser Justinian I. und mediengeschichtlichen Betrachtungen zu Handschriften aus der Biblioteca Ambrosiana. Methodisch prägende Artikel griffen auf Komparative Studien zu Armenisches Reich, Georgien, Kiewer Rus und Osmanisches Reich zurück.
Die Zeitschrift beeinflusste Debatten an Universitäten wie der Sorbonne, der Columbia University, der University of Oxford und der Harvard University sowie in Forschungseinrichtungen wie dem Institute for Advanced Study und der Bibliothèque nationale de France. Rezensionen und Zitationen fanden sich in Publikationen wie Dumbarton Oaks Papers, Journal of Hellenic Studies und Speculum, und Beiträge wurden in Lehrplänen an der Universität Thessaloniki und der National and Kapodistrian University of Athens berücksichtigt. Die Zeitschrift trug zur Etablierung von Standards in Editionen und Kommentaren bei, die in Korpora wie der Corpus Scriptorum Historiae Byzantinae Eingang fanden.
Die Redaktion kooperiert mit Archiven wie dem Archivio di Stato di Venezia, dem Kondakov Institute of Russian Studies, der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Vatican Secret Archives zur Erschließung von Handschriften, Urkunden und Notariatsarchiven. Wichtige Editionen betrafen Briefe, Urkunden, Synodika und Chroniken; digitale Repositorien und Projekte vernetzten Bestände mit Institutionen wie dem Europeana‑Projekt, der Deutsche Digitale Bibliothek und dem PEP (Prosopography of the Byzantine World). Die Pflege von Regesten und Katalogen stützt sich auf Standards der International Federation of Library Associations and Institutions und kollaborative Datenbanken, die Zugang zu Quellen in Sammlungen wie der Bibliothèque Mazarine, der Escorial‑Bibliothek und der Biblioteca Nazionale Centrale di Roma erleichtern.
Category:Byzantinistik