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| Awo Landesverband Sachsen | |
|---|---|
| Name | Awo Landesverband Sachsen |
| Native name | Arbeiterwohlfahrt Landesverband Sachsen |
| Formation | 1990 |
| Type | Wohlfahrtsverband |
| Headquarters | Dresden |
| Region served | Sachsen |
| Membership | (siehe Abschnitt Finanzierung und Mitgliedschaft) |
| Website | (keine Angabe) |
Awo Landesverband Sachsen is der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, ein regionaler Wohlfahrtsverband mit Trägerfunktionen in sozialen Diensten, Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie Migration und Inklusion. Die Organisation ist Teil eines bundesweiten Netzwerks, agiert in Kooperation mit kommunalen Verwaltungen, Sozialbehörden, Stiftungen und Bildungseinrichtungen und wirkt in der sächsischen Sozialpolitik, Wohlfahrtspflege und Zivilgesellschaft.
Die Entstehung des Landesverbands folgte verwandten Entwicklungen in der Nachwendegeneration, verbunden mit Übergängen von Wohlfahrtsstrukturen nach 1989, Reformen des Sozialhilferechts und Trägerwechseln im Zuge der Deutschen Einheit; Akteure wie die Bundesrepublik Deutschland, das Freistaat Sachsen, die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und die Arbeiterwohlfahrt prägten diese Phase. Frühere Kooperationen bezogen sich auf Projekte mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Europäischen Union, der Deutschen Stiftung und regionalen Bezirksämtern in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Historische Übergänge haben Zusammenarbeiten mit Institutionen wie dem Sozialverband VdK Deutschland, dem DRK, der Caritas und dem Paritätische Wohlfahrtsverband beeinflusst; ebenfalls relevant waren Vereinbarungen gemäß dem SGB IX, SGB VIII und SGB XII. Übergangsphasen involvierten Trägerwechsel mit Einrichtungen aus der Zeit der DDR sowie Partnerschaften mit kommunalen Trägern in den Kreisen und Städten Sachsens.
Die Struktur gliedert sich in Landesvorstand, Landesgeschäftsführung sowie regionale Kreisverbände und Ortsvereine in Städten wie Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Plauen. Leitungsgremien arbeiten mit Gremien nach Mustern anderer Wohlfahrtsverbände wie dem Deutscher Caritasverband und den Landesverbänden von Diakonie Deutschland zusammen. Auf Ebene der Geschäftsführung bestehen Fachabteilungen für Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Rehabilitation und Migration, die mit beruflichen Qualifikationen aus Einrichtungen wie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, der Universität Leipzig und der Technischen Universität Chemnitz vernetzt sind. Die Führung wird durch Ehrenamtliche wie Vorsitzende und durch hauptamtliche Geschäftsführungen ergänzt; Kontrollgremien orientieren sich an Standards des Deutschen Privatrechts und landesrechtlichen Vorgaben des Freistaat Sachsen.
Der Verband betreibt Einrichtungen und Dienste in Bereichen Altenpflege, ambulante Pflege, stationäre Einrichtungen, Kindertagesstätten, offene Kinder- und Jugendarbeit, Integrations- und Flüchtlingshilfe, Beratungsstellen für Migration und Senioren, Behindertenhilfe und Wohnprojekte. Projekte werden zusammen mit Partnern wie dem Europäischen Sozialfonds, der Aktion Mensch, der Robert Bosch Stiftung, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Diözese Dresden-Meißen und kommunalen Jugendämtern umgesetzt. Leistungsangebote orientieren sich an gesetzlichen Rahmensetzungen wie dem SGB VIII, SGB IX, SGB XII und Förderprogrammen von Bundesministerium des Innern und für Heimat, SMWA Sachsen sowie privaten Förderern wie Stiftungen. Fachbereiche kooperieren mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und dem Deutschen Jugendinstitut.
Die Finanzierung erfolgt durch Leistungsentgelte nach Sozialgesetzbüchern, Zuwendungen des Freistaat Sachsen, kommunale Zuschüsse, Projekte aus Mitteln der Europäischen Union, Förderungen der Aktion Mensch, Drittmittel von Stiftungen wie der Stiftung Deutsches Forum für Binnenschifffahrt und Mitgliedsbeiträge. Mitgliedschaftsmodelle ähneln denen anderer Wohlfahrtsverbände wie der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.; Mitglieder sind natürliche Personen, Ortsvereine und juristische Träger. Rechnungslegung und Prüfungen orientieren sich an Standards der Landesrechnungshöfe, Steuerprüfungen durch das Finanzamt Dresden sowie den Vorgaben des Handelsgesetzbuch für gemeinnützige Organisationen.
Regionale und internationale Kooperationen bestehen mit Partnern wie der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Programm ERASMUS+, der Bertelsmann Stiftung, der Stiftung Mitarbeit, der IFA - Institut für Auslandsbeziehungen, kommunalen Verwaltungen in Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie lokalen Bildungsträgern. Projekte reichen von Integrationskursen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über Jugendberufsprojekte mit der Agentur für Arbeit bis zu Pflegeinnovationen mit Hochschulen wie der Hochschule Zittau/Görlitz. Kooperationen bestehen weiterhin mit Fachverbänden wie dem Verband der Pflegekassen, dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste und Forschungspartnern wie dem Fraunhofer-Institut.
Die Interessenvertretung erfolgt im Dialog mit dem Sächsischer Landtag, Ministerien des Freistaat Sachsen, kommunalen Spitzenverbänden wie dem Landkreistag Sachsen sowie anderen Wohlfahrtsverbänden wie dem AWO Bundesverband, Diakonie Sachsen und Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen. Positionen werden in Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben, Sozialplanungen und Förderrichtlinien eingebracht; Themen betreffen Demografie, Pflegepolitik, Kinder- und Jugendhilfe, Inklusion und Integration auf Landesebene.
Der Landesverband ist als eingetragener Verein bzw. Landesverband im Verbund einer bundesweiten Hilfsorganisation organisiert und betreibt Standorte in Städten und Landkreisen Sachsens, darunter zentrale Verwaltungsstellen in Dresden, Regionalbüros in Leipzig und Chemnitz sowie Einrichtungen in ländlichen Räumen wie Görlitz, Zittau und Plauen. Rechtliche Rahmenbedingungen orientieren sich an gemeinnützigem Recht, Vereinsrecht und Trägervereinbarungen mit Landesbehörden und lokalen Trägern. Kontakt- und Anlaufstellen sind in kommunalen Verwaltungsnetzen, Verbänden und sozialen Beratungsstellen im Freistaat verortet.
Category:Wohlfahrtsverband Category:Organisationen (Sachsen