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Allgemeiner Deutscher Leichtathletik-Verband

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Article Genealogy
Parent: 1991 World Championships in Athletics Hop 6 terminal

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Allgemeiner Deutscher Leichtathletik-Verband
NameAllgemeiner Deutscher Leichtathletik-Verband
AbbrADLV
Formation1898
TypeSportverband
HeadquartersBerlin
Region servedDeutschland
MembershipVereine, Athletinnen, Athleten
Leader titlePräsident

Allgemeiner Deutscher Leichtathletik-Verband ist der nationale Dachverband für Leichtathletik in Deutschland mit historischen Wurzeln in der Gründerzeit des organisierten Sports und einer zentralen Rolle im deutschen Wettkampfwesen. Er koordiniert nationale Meisterschaften, Athletenförderung, Regelsetzung und internationale Vertretung gegenüber europäischen und globalen Verbänden. Der Verband arbeitet eng mit Landesverbänden, kommunalen Einrichtungen und Ausbildungseinrichtungen zusammen, um Leistungsportlerinnen und -sportler sowie Breitensport zu unterstützen.

Geschichte

Der Verband entstand in der Epoche nach der Gründung des Deutschen Reiches und stand in Beziehung zu Vereinen wie dem Berliner Athletik Klub, dem TSV 1860 München und dem Turnverein zu Leipzig. In den Jahrzehnten vor und nach dem Ersten Weltkrieg gab es Wechselwirkungen mit Organisationen wie dem Deutscher Fußball-Bund, dem Deutscher Schwimm-Verband und internationalen Körperschaften wie dem International Association of Athletics Federations durch Regelharmonisierung und internationale Wettkämpfe. Während der Zwischenkriegszeit prägten Persönlichkeiten wie Fritz Schilgen und Paavo Nurmi den Wettkampfstil, und nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Beziehungen zu Institutionen in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Demokratische Republik neu geordnet werden. Die Wiedervereinigung und die Teilnahme an Großereignissen wie den Olympischen Spielen und den Leichtathletik-Europameisterschaften beeinflussten Strukturreformen und Modernisierungen.

Organisation und Struktur

Die föderale Struktur basiert auf Landesverbänden wie dem Bayerischer Leichtathletik-Verband, dem Norddeutscher Leichtathletik-Verband und dem Sächsischer Leichtathletik-Verband, die gemeinsam die Mitgliedsvereine auf Kreisebene koordinieren. Das Präsidium arbeitet mit Ausschüssen für Leistungssport, Breitensport, Schiedsrichterwesen und Medizin zusammen; in diesen Gremien sitzen Vertreter mit Erfahrungen von Institutionen wie dem Deutscher Olympischer Sportbund, der Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Die Geschäftsstelle in Berlin koordiniert Finanzen, Sponsoring und Kommunikation mit Partnern wie Deutsche Telekom, Adidas und Medienpartnern wie ARD und ZDF.

Aufgaben und Zuständigkeiten

Zu den Kernaufgaben gehören Regelumsetzung nach Vorgaben der European Athletics, Lizenzierung von Athletinnen und Athleten, Ausbildung von Trainerinnen und Trainern nach Standards vergleichbar mit denen der Fédération Internationale de Football Association in ihrem Bereich, und die Organisation nationaler Meisterschaften. Weitere Zuständigkeiten sind Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen wie dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Ausrüsterverträgen mit Unternehmen wie Nike und Förderung von Veranstaltungen in Städten wie Berlin, Hamburg und München.

Wettkämpfe und Meisterschaften

Der Verband veranstaltet nationale Titelkämpfe, Jugendmeisterschaften und Hallenwettbewerbe in Arenen ähnlich denen von Veranstaltern der IAAF Diamond League und kooperiert mit Veranstaltern großer Meetings wie dem ISTAF in Berlin. Saisonhöhepunkte sind die Deutschen Meisterschaften, Nachwuchs-Cups und Mehrkampf-Meisterschaften, die häufig als Qualifikation für internationale Events wie den Leichtathletik-Weltcup und die Universiade dienen. Zudem vergibt der Verband Auszeichnungen und Medaillen in Anlehnung an traditionelle Ehrungen wie jene der Deutschen Sporthilfe.

Athletenförderung und Nachwuchsarbeit

Programme zur Talentidentifikation und Leistungsförderung laufen in Kooperation mit Leichtathletik-Leistungszentren, Olympiastützpunkten und Bildungsstätten wie der Deutsche Sporthochschule Köln und dem Olympiastützpunkt Berlin. Kadermaßnahmen, Stipendien und Trainingslager binden Partner wie das Institut für Trainingswissenschaft und medizinische Einrichtungen wie die Charité. Kooperationen mit Schulen, Vereinen wie dem FC Bayern München im Jugendbereich und Förderinitiativen der Stiftung Deutsche Sporthilfe sollen Übergänge von Jugend- zu Spitzenbereich erleichtern.

Anti-Doping und Reglementierung

Der Verband setzt Anti-Doping-Maßnahmen gemäß den Regularien der World Anti-Doping Agency und arbeitet mit nationalen Stellen wie der Nationale Anti Doping Agentur Deutschland zusammen. Für Reglementierung und Disziplinarverfahren existieren eigene Kammern, die mit Rechtsnormen vergleichbar denen des Bundesverfassungsgerichts auf Ordnungsrecht überprüfbar sind; Verfahren umfassen A/B-Proben, Therapeutic Use Exemptions und Sanktionen gegen Verbände oder Personen. Präventionsarbeit erfolgt zusammen mit Bildungsprogrammen wie denen des Institut für Sportrecht und medizinischen Partnern wie dem Robert Koch-Institut.

Internationale Beziehungen und Mitgliedschaften

Der Verband ist Mitglied in supranationalen Organisationen wie der European Athletics Association und unterhält Beziehungen zu nationalen Verbänden wie dem British Athletics, USA Track & Field und dem Athletics Canada. Bei Großereignissen koordiniert er Nominierungen mit dem International Olympic Committee und arbeitet in multilateralen Foren mit Verbänden wie dem Union of European Football Associations hinsichtlich Eventmanagement, Sicherheitsfragen und Anti-Doping-Standards. Bilaterale Austauschprogramme bestehen mit Ländern wie Kenya, Jamaica und Japan zur Trainingskooperation und Nachwuchsförderung.

Category:Sportverbände in Deutschland Category:Leichtathletik