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| Akademie für Publizistik | |
|---|---|
| Name | Akademie für Publizistik |
| Native name | Akademie für Publizistik |
| Established | 1949 |
| Type | Weiterbildungseinrichtung |
| Location | Hamburg, Deutschland |
Akademie für Publizistik: Die Akademie für Publizistik ist eine deutsche Weiterbildungs- und Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt auf Journalismus, Medien und Kommunikation. Sie wurde 1949 gegründet und hat sich in der Nachkriegszeit als zentrale Adresse für praxisorientierte Ausbildungen und Publikationen etabliert. Die Akademie arbeitet mit einer Vielzahl von Institutionen, Verlagen und Rundfunkanstalten zusammen und richtet Seminare, Lehrgänge und Forschungsprojekte aus.
Die Gründung 1949 erfolgte im Kontext der Nachkriegszeit und der Besatzungszonen, zeitgleich mit Institutionen wie der Bundesrepublik Deutschland-Gründung und dem Wiederaufbau von Medienstrukturen; Zeitgenossen und Mitgründer arbeiteten mit Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Hauptstadt Berlin und der Hansestadt Hamburg. In den 1950er Jahren kooperierte die Akademie mit Verlagen wie Gruner + Jahr und Institutionen wie der Norddeutscher Rundfunk; in den 1960er Jahren bestanden Austauschprogramme mit Hochschulen wie der Freie Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während der deutschen Teilung waren Kontakte zu Institutionen im Deutsche Demokratische Republik-Kontext begrenzt, später öffneten sich Kooperationen zu Medienhäusern wie Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Die Akademie reagierte auf mediale Revolutionen von der Einführung des Fernsehens bis zur Etablierung des Internets, vernetzte sich mit Unternehmen wie Bertelsmann und Institutionen wie der Bundeszentrale für politische Bildung.
Die Akademie bietet berufsbegleitende Lehrgänge, Seminare und Zertifikatsausbildungen für Redakteure, Reporter und Kommunikationsfachleute an, ähnlich ausgerichtet wie Programme an der Deutsche Journalistenschule, der Universität Leipzig-Journalistik und der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft. Inhalte umfassen Recherchemethode, Medienrecht, Ethik und digitale Produktion; Referenten kommen aus Redaktionen wie Der Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bild und aus Rundfunkanstalten wie der Bayerischer Rundfunk und der Deutsche Welle. Fortbildungsangebote richten sich an Mitarbeitende von Verlagen wie Axel Springer SE, NGOs wie Reporters Without Borders sowie Behörden und Stiftungen wie der Körber-Stiftung und der Stiftung Neue Verantwortung. Spezifische Kurse befassen sich mit investigativem Journalismus, Multimedia-Storytelling, Datenjournalismus und Pressefreiheit, in Kooperation mit Organisationen wie Transparency International und Programmen der Europäische Kommission.
Die Leitung der Akademie obliegt einem Direktorium und einem Kuratorium, in dem Vertreter von Medienunternehmen, Verlagen und Rundfunkanstalten sitzen, darunter Namen aus Südwestdeutsche Medienholding, Deutscher Presserat-nahen Kreisen sowie Akademiker aus Einrichtungen wie der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Organisatorisch gliedert sich die Einrichtung in Geschäftsführung, Studienleitung und Forschungsabteilungen; Verwaltungsbeiräte arbeiten mit Partnern wie GIZ und internationalen Programmen der UNESCO zusammen. Die Geschäftsführung pflegt Kontakte zu Verbänden wie dem Deutscher Journalisten-Verband und zu Förderinstitutionen wie der Kulturstiftung des Bundes.
Forschungsschwerpunkte umfassen Medienwandel, Pressefreiheit, journalistische Ethik sowie Medienökonomie; Projekte wurden gemeinsam mit Instituten wie dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, dem Hans-Bredow-Institut und dem Leibniz-Institut für Medienforschung durchgeführt. Die Akademie publiziert Studien, Handbücher und Tagungsberichte; Autoren sind oft Gastwissenschaftler aus Einrichtungen wie der London School of Economics, der Columbia University und der Université Paris-Sorbonne. Veröffentlichungen behandeln Themen wie Medienkonzentration, Regulierung durch Instanzen wie der Bundesnetzagentur, digitale Transformation im Kontext von Firmen wie Google und Facebook sowie journalistische Standards vergleichend mit Praktiken in Ländern wie Frankreich, Polen und Vereinigte Staaten. Regelmäßige Reihen dokumentieren Tagungen mit Beteiligung von Expertinnen und Experten aus Organisationen wie Amnesty International, European Broadcasting Union und der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Die Akademie unterhält Netzwerke mit nationalen und internationalen Partnern: Medienhäusern wie Stern, Handelsblatt und Die Welt, Rundfunkanstalten wie Radio Free Europe/Radio Liberty und Deutscher Fernsehfunk-Ehemaligen, sowie akademischen Partnern wie der City, University of London, der Università degli Studi di Milano und der Universität Zürich. Förder- und Kooperationspartner umfassen die Europäische Stiftung für Demokratie, Stiftungen wie der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Konrad-Adenauer-Stiftung-Umfeld, sowie multilaterale Programme der NATO-Partnerschaften für Medienkompetenz. Internationale Austauschprogramme verbinden die Akademie mit Redaktionen in Städten wie New York City, London, Paris, Madrid, Moskau und Beijing.
Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg; Seminar- und Tagungsräume sind in historischen Gebäuden und modernen Ausbildungszentren untergebracht, mit Bibliotheken, Hörsälen und Medienlaboren. Externe Schulungsorte wurden in Kooperation mit Häusern in Berlin, München, Köln und Frankfurt am Main genutzt; Gastresidenzen und Austauschprogramme nutzten Einrichtungen in Warschau, Prag, Wien und Brüssel. Ausstattung und Infrastruktur schließen Studio- und Produktionstechnik ein, die mit Partnern wie ARD, ZDF und privaten Produktionsfirmen abgestimmt werden.
Category:Bildungseinrichtungen in Hamburg